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Der Henkelpott des kleinen Mannes

VfL Wolfsburg Der Henkelpott des kleinen Mannes

Als die UEFA vor einigen Jahren den Pokal für den Europa-League-Sieger neben der mächtigen, mit ausladenden Griffen versehenen Champions-League-Trophäe präsentierte, meinten Spötter: Das ist der Henkelpott des kleinen Mannes. Franz Beckenbauer nannte ihn sogar den „Cup der Verlierer“. Dabei ist die Europa League genau wie der Vorgängerwettbewerb UEFA-Cup viel besser als ihr Ruf.

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Der erste UEFA-Cup-Sieger: Tottenham Hotspur gewann 1972 die Trophäe, die hier Kapitän Allen Mullery in der Hand hält, gestützt unter anderem von Nationaltorwart Pat Jennings.

Der UEFA-Cup, oft zu Unrecht als Nachfolger des Messepokals bezeichnet, wurde 1971 ins Leben gerufen, um mehr Vereinen internationale Wettbewerbsspiele zu ermöglichen. Tottenham war der erste Sieger, Borussia Mönchengladbach war 1975 als erstes deutsches Team erfolgreich und wiederholte den Triumph 1979. Weitere deutsche Gewinner waren Eintracht Frankfurt (1980), Bayer Leverkusen (1988), Bayern München (1996) und Schalke 04 (1997). Vor allem die Gladbacher Siege und der Erfolg der Schalker Eurofighter gehören zu den emotionalsten Momenten der deutschen Europapokal-Geschichte.

Seit 2009 heißt der Wettbewerb Europa League und wird mit Gruppenphase gespielt. Vier verschiedene Sieger gab es seitdem, zwei davon (FC Porto, FC Chelsea) gewannen ein Jahr davor oder danach auch die Champions League – ein Beleg für die Qualität des Wettbewerbs. Auch in diesem Jahr sind wieder Teams mit großen Namen dabei, unter anderem Titelverteidiger FC Sevilla, der AC Florenz, Inter Mailand und Tottenham. Und aus der Champions League kommen zur K.o.-Phase noch acht Teams dazu.

Finanziell steht die Europa League zwar im Schatten der Champions League, aber ein Zuschussgeschäft wie noch vor einigen Jahren ist sie nicht mehr. 1,3 Millionen Euro gibt‘s als Antrittsprämie, 200.000 Euro pro Vorrundensieg, gestaffelte Garantiezahlungen in der K.-o.-Phase (von 200.000 bis 1 Million Euro) – und schließlich 5 Millionen für den Sieger und 2,5 Millionen für den Finalverlierer. Honorare aus der TV-Vermarktung kommen noch dazu.

apa

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