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„Der Dieter hat die Bälle leider zu selten verwertet...“

VfL Wolfsburg „Der Dieter hat die Bälle leider zu selten verwertet...“

Wolfsburg gegen Bayer: Auf den Trainerbänken sitzen morgen beim Werksduell der Fußball-Bundesliga zwei, die sich schon lange kennen: VfL-Coach Dieter Hecking und Leverkusens Trainer Roger Schmidt. Vor 20 Jahren waren sie beim TuS Paderborn-Neuhaus, 2000 war Hecking Schmidts Trainer in Verl.

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Gemeinsam in Paderborn: Roger Schmidt (r.) und Dieter Hecking waren in der Saison 1994/95 Mannschaftskollegen.

„Er hat mich immer gut gefüttert, mir gute Bälle hingespielt“, erinnert sich Hecking. „Stimmt“, meint Schmidt auf WAZ-Nachfrage schmunzelnd dazu, aber „leider hat der Dieter sie viel zu selten verwertet...“

Die gemeinsame Saison beim Vorgängerverein des SC Paderborn endete 1995 auf Rang neun der Regionalliga, Schmidt wechselte dann nach Verl. Hecking: „Roger war immer auf der Schwelle zum richtig guten Spieler, leider hat etwas die Schnelligkeit gefehlt. Er hatte sich dann zwischendurch für einen anderen Weg entschieden, wollte Ingenieur werden.“

Trotz Maschinenbau-Studiums kickte Schmidt weiter, in Verl wurde Hecking dann im Jahr 2000 sein Trainer. „Verl war Dieters erste Trainerstation“, so Schmidt, „aber er hatte schon damals eine sehr klare Linie, die er immer durchgezogen hat. Ich sehe ihn auch heute als gradlinigen Trainer, der seine Mannschaften immer im Griff hat.“

Schmidts Trainerkarriere begann dann in Delbrück und Münster. „Schon damals“, so Hecking, „habe ich gesagt: Da ist jemand, dem ich zutraue, dass er deutlich höher trainieren kann.“ Denn: „Als er mein Spieler in Verl war, hat er sich als Kapitän immer für Interessen der Mannschaft eingesetzt, wollte Verantwortung übernehmen.“

Beim SC Paderborn sorgte Schmidt dann als Trainer erstmals für Furore, ehe er über den Umweg Salzburg in Leverkusen landete. Besteht noch Kontakt zu dem Mann, dem er einst die Bälle auflegte? „Wenn man im Fußball arbeitet, läuft man sich regelmäßig über den Weg. Ich freue mich immer, wenn wir uns dann sehen.“

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