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Déjà-vu in Moskau: Routinier Schäfer zurück im Rampenlicht

VfL Wolfsburg in der Champions League Déjà-vu in Moskau: Routinier Schäfer zurück im Rampenlicht

Der VfL Wolfsburg steht bei ZSKA Moskau in der Champions League unter Druck. Vor allem bei Routinier Schäfer werden unschöne Erinnerungen an 2009 wach. Diese eine Rechnung mit ZSKA Moskau will Schäfer unbedingt noch begleichen. „Wenn wir so auftreten wie gegen Bremen, dann werden wir da einen Dreier mitnehmen."

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Marcel Schäfer ist zuversichtlich in Moskau siegreich vom Platz zu gehen: "Wenn wir so spielen wie gegen Bremen, dann werden wir da einen Dreier mitnehmen."

Quelle: Alexander Körner/dpa

Im vorentscheidenden Champions-League-Spiel des VfL Wolfsburg beim russischen Fußball-Vizemeister am Mittwoch (18.00 Uhr/Sky) steht der ehemalige Nationalspieler plötzlich wieder in der Startelf und im Rampenlicht.

Wie schon auf den Tag genau vor sechs Jahren - als Schäfer mit dem VfL am vorletzten Spieltag in Moskau dank einer 1:0-Führung schon mit anderthalb Beinen im Achtelfinale stand, aber noch 1:2 verlor und aus der Königsklasse ausschied.   

Das soll bei Schäfers Déjà-vu nun anders werden. „Wenn wir so auftreten wie gegen Bremen und so kompakt zusammenarbeiten, dann werden wir da einen Dreier mitnehmen. Aber das müssen wir jetzt auch tun“, forderte der Linksverteidiger. 

Nach seiner Galavorstellung beim 6:0 gegen Werder Bremen wird der 31-Jährige in Moskau sein erstes Champions-League-Spiel in dieser Saison bestreiten. „Da hat Marcel richtig Werbung in eigener Sache betrieben“, kommentierte Trainer Dieter Hecking nach Schäfers bärenstarkem Auftritt in der Liga. 

Seit Samstag ist der 31-Jährige mit 38 Assists der erfolgreichste Vorlagengeber der VfL-Historie vor Martin Petrow (37), Zvjezdan Misimovic (36) und Kevin De Bruyne (27). In seinem 234. Bundesligaspiel für Wolfsburg nach zuvor fast zwei Monaten ohne Pflichtspieleinsatz war Schäfer der beste Zweikämpfer seines Teams, lieferte die meisten Torschussvorlagen (4) und schlug die meisten Flanken (8). „Das waren Geschosse“, schwärmte Manager Klaus Allofs. 

„Er hat gespielt, als wäre er nie weggewesen“, lobte Torjäger Bas Dost den Vertreter vom Stamm-Linksverteidiger Ricardo Rodriguez, der auch beim russischen Tabellenführer fehlt. Der Schweizer trauert um seine verstorbene Mutter und saß am Dienstag ebenso wie der am Rücken verletzte Luiz Gustavo nicht im Flieger nach Russland. „Ich hätte mir eigentlich einen anderen Anlass gewünscht, wieder zu spielen. Richie ist kein Konkurrent für mich, er ist mein Freund“, sagte Schäfer, der so aber die Chance zur persönlichen Revanche bekommt.  

„Wir wollen in die K.o.-Runde“, bekräftigte der Linksverteidiger. Schäfer und Kapitän Diego Benaglio sind die einzigen aktuellen VfL-Profis, die schon 2009 bei der ersten Champions-League-Teilnahme des VfL dabei waren. Anders als vor sechs Jahren, als am vorletzten Spieltag schon ein Pünktchen gereicht hätte, muss der VfL diesmal unbedingt gewinnen, um im letzten Gruppenspiel gegen Manchester United - wie 2009 - aus eigener Kraft alles klar machen zu können.  „Dieses Spiel ist für einen guten Wettbewerb ein besonders wichtiges. Das ist jedermann bekannt“, sagte Clubchef Wolfgang Hotze vor dem Abflug am Dienstag. Der klare Auftrag der Clubführung lautet: Überwintern in der Champions League. Nationalspieler Julian Draxler erklärte: „Wir dürfen auf keinen Fall verlieren, wir müssen Punkte mitnehmen.“  

An Selbstbewusstsein mangelt es nach dem 6:0 gegen Bremen nicht. „Wir werden weiterkommen. Keine Frage“, tönte Torjäger Dost bereits. Dafür ist ein Sieg eigentlich Pflicht. „Die Gruppe ist sehr, sehr eng und ausgeglichen. Deswegen sollten wir wirklich die drei Punkte mitnehmen“, sagte Schäfer, der in seinem neunten Jahr in Wolfsburg auch als Ergänzungsspieler noch eine Führungsrolle hat. Trotz der Terroranschläge von Paris und dem abgesagten Länderspiel in Hannover versicherte er: „Ich freue mich rumzukommen, rumzureisen. Ich freue mich auf Moskau und einen Champions-League-Abend.“  

Draxler äußerte sich ähnlich. „Ich habe keine Angst, dass etwas passieren könnte“, sagte er unmittelbar vor dem Abflug: „Ich denke, man sollte sich nicht verstecken und immer an das Schlimmste denken.“

dpa

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