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De Bruyne: So früh ausgewechselt wie nie

VfL Wolfsburg De Bruyne: So früh ausgewechselt wie nie

Es war ein Arbeitssieg ohne Glanz, den der VfL am Sonntag zum Start der neuen Fußball-Bundesliga-Saison einfuhr. Ivan Perisic und Bas Dost trafen zum 2:1-(2:1)-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt, für den Gast traf vor 29.200 Zuschauern Stefan Reinartz. Dass der Glanz der Vorsaison diesmal fehlte, lag nicht zuletzt an Kevin De Bruyne.

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Ein Klapps für den Star: Kevin De Bruyne (r.) wurde gegen Frankfurt als erster VfLer ausgewechselt - in der 75. Minute, so früh wie noch nie in einem Wolfsburger Bundesliga-Spiel.

Quelle: Imago

„Der Junge hat Schnitt gespielt, das darf er auch mal“, meinte VfL-Trainer Dieter Hecking – wohlwissend, dass Durchschnitt eben weit weniger ist, als man sonst von dem Belgier kennt. Eine Viertelstunde vor Schluss wechselte der Coach seinen Star aus, so früh wie noch nie in der Bundesliga. „Ich wollte mal zeigen, dass wir auch ohne ihn die letzte Viertelstunde spielen können“, flachste Hecking.

Ohne ihn? Das bleibt das große VfL-Thema dieser Tage. Zwei Wochen lang ist das Transferfenster noch offen, so lange werden wohl die Wechselspekulationen anhalten. In dieser Woche, so Manager Klaus Allofs, erwarte man ein konkretes Angebot, das sei zumindest angekündigt. Manchester City will einen unanständig hohen Betrag bieten, die Rede ist von um die 70 Millionen Euro Ablöse. Und wie reagiert dann der VfL? „Wenn das Angebot da ist“, so Allofs, „dann werden wir Kevin überzeugen, dass er bei uns bleiben will.“

Einen Zusammenhang zwischen dem Transfer-Rummel und De Bruynes Leistung wollte Allofs nicht sehen: „Jeder hat gesehen, dass er keinen guten Tag hatte. Aber wir sollten das nichts hineininterpretieren.“

Den Rückhalt bei den Fans hat De Bruyne noch: Als er nach seiner Auswechslung aus dem Gästeblock als „Hurensohn“ beschimpft wurde (Hecking: „Hat mich gestört, das gehört sich nicht“), reagierte die Wolfsburger Fankurve mit „Kevin-De-Bruyne“-Sprechchören. Schilderfrau Dorothea Nahrstedt-Hampel hielt ihr Plakat mit der Aufschrift „Ich bin ein Wolfsburger Junge“ und einem De-Bruyne-Bild hoch. Ein nicht so tolles Spiel verzeihen ihm die VfL-Anhänger offenbar, einen Abschied aus Wolfsburg wohl eher nicht.

apa/tik

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