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Das sagt Ismaëls erster Bundesliga-Trainer

VfL Wolfsburg Das sagt Ismaëls erster Bundesliga-Trainer

Unter ihm kam VfL-Chefcoach Valérien Ismaël als Spieler in die Bundesliga und gemeinsam feierten sie große Erfolge: Ex-Werder-Trainer Thomas Schaaf kennt den Deutsch-Franzosen bestens aus seiner Zeit an der Weser. Als „absolut positiven Typ“ beschreibt er ihn. Beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten traut er Ismaël Großes zu.

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Zweimal ganz oben: Mit seinem Ex-Verein Bremen gewann der neue VfL-Cheftrainer Valérien Ismaël (l.) den Pokal und die Meisterschaft. Maßgeblichen Anteil an der Entwicklung des heute 41-Jährigen hatte der ehemalige Werder-Coach Thomas Schaaf (r.).

Quelle: Imago

Wolfsburg. 2003 holte Schaaf den Innenverteidiger vom damaligen französischen Erstligisten Racing Straßburg nach Bremen. Nur ein Jahr später erlebte das Duo mit der Mannschaft die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte. Mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft und des DFB-Pokals fuhr Ismaël die größten Erfolge seiner Profi-Laufbahn ein. Diese beiden Titel holte er nur noch einmal: 2006 mit dem FC Bayern. Bereits in seiner aktiven Zeit war für Schaaf erkennbar, was den heute 41-Jährigen auszeichnet. „Ich kenne ihn als engagierten Profi, aber als Trainer ist er nicht minder engagiert. Er hatte immer klare Vorstellungen und hat sich jeder Verantwortung gestellt“, sagt der 55-Jährige, der am Sonntagabend mitbekommen hatte, dass sein ehemaliger Schützling bis 2018 die Zügel beim VfL an der Seitenlinie in der Hand hält. „Es freut mich sehr für ihn“, so Schaaf.

Vor allem erinnert sich der Fußballlehrer an Ismaëls erste Trainerstation, bei der es alles andere als erfolgreich lief. „In Nürnberg ist er voller Ehrgeiz an die Aufgabe gegangen. Leider ist es dort nicht so gelaufen, wie er sich das vorgestellt hat“, erinnert sich Schaaf, der seit längerem keinen Kontakt mehr zu Ismaël hatte und ihm bisher auch noch nicht gratulieren konnte. „Noch nicht“, betont Schaaf.

Auch wenn es bei den Franken nicht nach Plan lief, traut Schaaf dem VfL-Coach in Wolfsburg einiges zu: „Er geht seinen Weg sehr gradlinig, das hat er schon immer getan. Valérien ist ein sehr kommunikativer Mensch, er bringt sich gut ein und macht deutlich, was er erreichen will.“

Das dürfte auch ein Aspekt sein, wieso die VfLer sich in den vergangenen Tagen und Wochen für Ismaël ausgesprochen hatten. „Die Spieler haben gezeigt, dass er bei der Mannschaft gut ankommt. Jetzt gilt es, die erfolgreiche Arbeit, die Dieter Hecking über Jahre geleistet hat, fortzuführen“, sagt der Bremer.

Ob Ismaël das gelingt, wollte der Meistertrainer allerdings nicht beurteilen: „Das wäre vermessen. Aber ich denke, wenn ein Verein einem Trainer das Vertrauen ausspricht, dann spricht das für die Qualität. Aber man muss ihm Zeit geben.“

mwe

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