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Das erste Tor: So lange mussten Gomez‘ Vorgänger warten

VfL Wolfsburg Das erste Tor: So lange mussten Gomez‘ Vorgänger warten

Wolfsburg. Der lange Anlauf des Mario Gomez. Der Nationalstürmer ist bemüht, erarbeitet sich Chancen, arbeitet für die Mannschaft – doch bislang traf er für den VfL noch nicht. Im Spiel heute bei Werder (18.30 Uhr) soll's klappen. Und Bremen ist ein gutes Pflaster für den neuen Wolfsburger Stürmer.

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Im letzten Spiel war er schon dicht dran am ersten Tor: Mario Gomez scheiterte gegen Dortmund haarscharf.   

Quelle: Boris Baschin

Denn gegen keinen anderen Fußball-Bundesligisten gelangen ihm so viele Torbeteiligungen (15). Dass sein Anlauf zum ersten Tor lang ist, ist in der Wolfsburger Bundesliga-Geschichte nichts Neues.

Diego Klimowicz etwa, fast schon eine Art VfL-Torjägerlegende, brauchte 336 Einsatzminuten bis zu seinem ersten Tor, Gomez steht „erst“ bei 270 Minuten. Sieben Einsatzminuten mehr brauchte Ivica Olic. Die anderen Stürmer aus der Top-Sieben-Rangliste des VfL waren schneller als Gomez.

Aber alles ist relativ. So war Bas Dost, der genau wie Andrzej Juskowiak gleich im ersten VfL-Einsatz traf, ein Blitzstarter, brauchte danach aber geschlagene 470 Minuten in sieben Einsätzen bis zum nächsten Bundesliga-Treffer. Die Akteure, die beim VfL als Supertorjäger gelten dürfen, weil sie durchschnittlich in jedem zweiten Spiel getroffen haben, trafen schneller als Gomez zum ersten Mal für den VfL. Edin Dzeko hatte seine Torpremiere  nach 76 Einsatz-Minuten, Jonathan Akpoborie (20 Tore in 39 Partien) nach 159 Minuten. Grafite, der später fast nach Belieben traf, hatte mit 237 Minuten auch Anlauf, jedoch bereits in seinem dritten Einsatz hatte es geklingelt. Sechs Einsätze – aber nur 198 Einsatzminuten – brauchte derweil Tomislav Maric.

Wenn Gomez heute von Beginn an spielt und in Bremen nicht bis zur 66. Minute erfolgreich ist, dann ist er endgültig der Spätstarter unter den Stürmerstars der Wolfsburger Bundesliga-Historie. Ein Wolfsburger Top-Torjäger kann er dann immer noch werden – er wäre dann eben der mit der längsten Anlaufzeit...

Das sagt Dieter Hecking: "Mario hat in den ersten Spielen gezeigt, warum wir ihn geholt haben. Er hat die Präsenz und wird treffen“, so VfL-Trainer Dieter Hecking, „am liebsten schon gegen Bremen. Ich habe nach dem Dortmund-Spiel nicht mehr mit ihm gesprochen. Und ich weiß auch nicht, ob ich das tun muss. Er reflektiert das sehr selbstkritisch. Wir haben im Fußball diese Schubladen und momentan ist eine offen, weil Mario nicht getroffen hat. Aber so lange wir unsere Torchancen haben, bin ich mit der offensiven Ausrichtung zufrieden. Allerdings wäre es mir recht, wenn diese Schublade schnell wieder zu geht."

von Jürgen Braun

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