Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Das braucht der VfL-Kader

VfL Wolfsburg Das braucht der VfL-Kader

Laut Dieter Hecking plant der VfL für die anstehende Sommer-Wechselperiode  keine Transferoffensive – das hatte der Trainer des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten in der vergangenen Woche in der WAZ erklärt. Allerdings: Ganz ohne Transfers werden die Wolfsburger auch diesmal nicht auskommen. Wichtigste Frage darum: Was braucht der VfL eigentlich?

Voriger Artikel
Ochs: Ich will hier bleiben!
Nächster Artikel
Packt Grün die Koffer?

Wenig Bewegung: Mit dem aktuellen VfL-Kader ist Trainer Dieter Hecking (l.) sehr zufrieden, im Sommer stehen darum wohl nur punktuelle Verbesserungen durch Neuzugänge an.

Quelle: CP24

Abwehr

Mit Koen Casteels ist ein neuer zweiter Torwart schon fix, Max Grün darf gehen oder wird Nummer 3. Die Außenverteidiger-Positionen sind ebenfalls gut besetzt, Christian Träsch steht unmittelbar vor einer Vertragsverlängerung. Weil aber Felipe Lopes‘ sportliche Zukunft nach seinem Schlaganfall unvorhersehbar ist und Youngster Moritz Sprenger noch Zeit braucht, hat der VfL nur drei taugliche Innenverteidiger. Hecking: „Timm Klose hat jetzt das Vertrauen bekommen und deutlich gezeigt, dass er berechtigterweise seine Einsatzzeiten bekommt.“ Möglicherweise will Klose aber weg – weil er an Naldo und Robin Knoche nicht vorbeikommt. „Timm sagt natürlich, dass er am liebsten an jedem Samstag spielen will“, so Hecking, „aber das kann ihm hier auch noch gelingen.“ So oder so: Diese Position ist die einzige, auf der der VfL im Sommer einen Neuen braucht. Kandidat Samir (WAZ berichtete) von Flamengo Rio de Janeiro ist interessant. Der 20-Jährige hat Vertrag bis 2017, soll knapp
4 Millionen Euro Ablöse kosten.

Defensives Mittelfeld

Luiz Gustavo, Josuha Guilavogui, dazu Maxi Arnold oder auch Träsch – für die Doppel-Sechs hat der VfL eigentlich genug Auswahl. Aber müsste von dieser Position nicht noch etwas mehr Dynamik und Torgefahr ausgehen? „Mag sein“, meint Hecking, „aber das müssen und wollen wir mit den jetzigen Spielern verbessern. Luiz spielt eine überragende Rückrunde, Josuha ist als Ball-Eroberer eine optimale Ergänzung. Aber er ist auch erst 23,  er kann sich noch verbessern – und hier wird natürlich von ihm verlangt, dass er auch nach vorne gute Bälle spielt.“ Am ehesten ist es noch Arnold, der als Sechser Offensiv-Power hat – er ist allerdings genau wie Gustavo Linksfuß. Also wird nachgedacht beim VfL – auch über Johannes Geis (21, Mainz, Vertrag bis 2017, Marktwert rund 10 Millionen), der als deutsches Top-Talent eigentlich exakt ins VfL-Profi passt – aber nicht ganz der Spielertyp ist, den die Wolfsburger brauchen, weil er eher aus der Tiefe spielt als selbst Richtung Spitze anzutreten. Auch angebliches Interesse an Sami Khedira (verlässt Real Madrid im Sommer) hatte VfL-Manager Klaus Allofs schon dementiert. Eher passt schon der Belgier Youri Tielemans (Anderlecht, Vertrag bis 2016) – aber der ist mit 17 Jahren zu jung, um eine sichere Sofort-Verstärkung zu sein.  

Offensive

Wenn Aaron Hunt nicht doch noch wieder weg möchte, ist der VfL in der Offensiv-Dreierreihe hinter dem Stürmer überragend besetzt. „So wie wir in der Offensive aufgestellt sind, bin ich absolut zufrieden. Wenn man sich beispielsweise den Konkurrenzkampf auf unseren offensiven Außen ansieht, erkennt man, dass dort eine enorme Qualität vorhanden ist“, so Hecking. Ganz vorne streiten sich Bas Dost und Nicklas Bendtner um den Sturmplatz – reicht das für die Champions League? „Beide haben in der Rückrunde weiter zugelegt und ihre Qualitäten gezeigt. Ich bin mir sicher, dass eine mögliche Champions-League-Saison  bei beiden zu noch mehr Motivation und Leistung führen kann.“

Außerdem sei die Vorstellung, die Champions League wäre in der kommenden Saison der wichtigste Wettbewerb, falsch:  „Viel wichtiger ist, dass wir in der neuen Saison unsere Leistung in der Bundesliga bestätigen und uns insgesamt als Mannschaft stetig weiterentwickeln.“ Sicher ist: Auch bei drei Wettbewerben sind drei ambitionierte Mittelstürmer einer zu viel. Sollte doch noch ein „Kracher“ kommen, werden Dost oder Bendtner gehen. Zuletzt wurden wieder die Gerüchte-Dauerbrenner Romelu Lukaku  (Everton), Kevin Volland (Hoffenheim) und Ex-VfLer Mario Mandzukic (Atletico Madrid) gehandelt – man traut dem VfL mehr denn je zu, auch für solche Hochkaräter eine gute Adresse zu sein. „Das“, so Hecking, „hat viel mit dem Sieg gegen die Bayern zu Beginn der Rückrunde zu tun. Dieser Erfolg und die Auftritte in der Europa League haben unserem Image enorm geholfen, auch international. Dadurch wird man dann aber auch automatisch immer wieder spekulativ mit großen Namen in Verbindung gebracht.“ Und es würde dem VfL helfen, wenn er auf dem internationalen Markt einen „Kracher“ holen will. Anders gesagt: Nimmt Wolfsburgs Manager Allofs im Sommer für einen einzelnen Spieler noch mal richtig Geld in die Hand, wäre der wahrscheinlich Stürmer...

apa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuell