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„Das beste Saisonspiel“ bringt viel zu wenig ein

VfL Wolfsburg „Das beste Saisonspiel“ bringt viel zu wenig ein

Das Ergebnis war ein Witz, der Elfer ebenfalls, aber lachen konnten darüber nur die Gäste. Und warum das Europa-League-Heimspiel des VfL am Donnerstagabend gegen den OSC Lille 1:1 (0:0) endete und nicht etwa 5:1 oder 6:1, das vermochte anschließend keiner so richtig zu erklären. Für Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking war‘s „das beste Saisonspiel“ seiner Mannschaft - was stimmt, wenn man den Bereich Chancenverwertung mal weglässt.

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Der Witz-Elfer: Von Rodriguez‘ Ellenbogen springt der Ball ins Aus (kl. Bild); obwohl keine Absicht vorliegt, entscheidet der Schiri auf Elfmeter - Origi ist vom Punkt erfolgreich, VfL-Torwart Benaglio ist allerdings fast noch dran.

Quelle: Photowerk (bb)

16.100 Zuschauer sahen einen offensiv spielstarken VfL, den es so lange nicht mehr gegeben hatte. Lille dagegen enttäuschte: Die Abwehr war zwar gut organisiert, aber keineswegs so sattelfest wie vorher vermutet. Und ein Spiel nach vorn gelang den Franzosen im Grunde gar nicht.

Und so kam der VfL immer besser in die Partie, ließ phasenweise den Ball schnell und gut laufen, war einsatzfreudig und eroberte nach Ballverlusten das Spielgerät immer weiter vorn zurück. Insgesamt acht richtig, richtig gute Chancen entstanden so, außerdem gab‘s noch ein paar ordentliche Fernschüsse - aber zunächst kein Tor. Mal war‘s Pech, mal Unvermögen - und mal war‘s Vincent Enyeama, der offenbar völlig zu Recht als bester Torwart Afrikas gilt und der herausragende Akteur der Partie war.

Als die Verzweiflung beim VfL immer größer wurde, schenkte Schiri Ovidiu Hategan (nach Hinweis seines Torrichters Sebastian Coltescu) den Gästen einen lächerlichen Handelfmeter und die Führung, die mit „unverdient“ noch sehr zurückhaltend umschrieben war.

VfL Wolfsburg: Kevin De Bruyne hat den Fußball-Bundesligisten mit einem Traumtor vor der nächsten bitteren Pleite in der Europa League bewahrt. Der belgische Nationalspieler erzielte am Donnerstag acht Minuten vor Schluss per Volley den Ausgleichstreffer zum 1:1 (0:0) gegen den französischen Club OSC Lille.

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Nachdem die Franzosen fast noch das zweite Tor gemacht hätten, schlug der VfL doch noch zu. Der Treffer von Kevin De Bruyne war dabei so sensationell schön, dass er durchaus als Trostpflaster für den Chancen-Frust zuvor taugte. Aber unterm Strich bleibt das Fazit bitter: Der VfL hätte in dieser Partie drei Punkte holen und sein Torverhältnis reparieren müssen - die gute Offensiv-Leistung hat viel zu wenig eingebracht.

apa

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