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Darum muss der VfL jetzt in die Champions League

VfL Wolfsburg Darum muss der VfL jetzt in die Champions League

32 Millionen Euro hat der VfL für André Schürrle bezahlt. Und viele Beobachter fragen sich: Kriegt Wolfsburgs Fußball-Bundesligist angesichts solcher Summen nicht Probleme mit dem Financial Fairplay (FFP) der UEFA? Die Antwort ist: Nein. Oder genauer: Noch nicht..

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Der teuerste Transfer der Vereins-Historie: Doch der Wechsel von André Schürrle (v.) spielt beim Financial Fairplay erst mal keine Rolle.

Quelle: Photowerk (bb)

„Langfristig kriegen wir allerdings mit dem aktuellen Kader Probleme, wenn wir nicht in der Champions League spielen“, sagte VfL-Finanzgeschäftsführer Wolfgang Hotze gegenüber der WAZ. Im Klartext heißt das: Schafft Wolfsburg den Sprung in die Champions League nicht, sind Transfers in der Größenordnung von André Schürrle oder Kevin De Bruyne im Sommer nicht drin – und ob dann alle Stars gehalten werden können, ist zumindest fraglich. Der VfL muss also in die Champions League, wenn er seine Rolle als Spitzenklub untermauern will.

Schürrle spielt keine Rolle

Bei der aktuellen Diskussion um die FFP-Regeln der UEFA allerdings spielt die Schürrle-Verpflichtung überhaupt keine Rolle, denn da werden nur die drei Spielzeiten vor der aktuellen Saison berücksichtigt, zudem sind 45 Millionen Euro Verlust erlaubt. Und davon ist der VfL sehr, sehr weit entfernt – nicht zuletzt, weil Eigner VW seine Fußball-GmbH jährlich mit einem nennenswerten zweistelligen Millionenbetrag unterstützt.

Neue Situation ab Sommer

Ab Sommer sieht es ein bisschen anders aus – denn dann zählt die aktuelle Spielzeit mit, und es sind nur noch 30 Millionen Euro erlaubt. Auch das wäre für den VfL dank Volkswagen kein Problem – wenn die Einnahmen aus der Champions League dazu kommen, die bei mindestens (je nach Abschneiden) gut 20 Millionen Euro liegen dürften. Und: Transferausgaben wie die bei der Schürrle-Verpflichtung werden über die Vertragslaufzeit abgeschrieben, der Neuzugang fällt darum (inklusive Gehalt) „nur“ mit gut 10 Millionen pro Jahr ins Gewicht.

Das prüft die UEFA

Die entscheidende Frage in Sachen FFP bleibt für den VfL aber: Akzeptiert die UEFA die Summen, die der VfL jährlich von VW bekommt? Denn diese Summen müssen angemessen sein, also beispielsweise dem Werbewert der Fußballer entsprechen. Und genau das ist Bestandteil der aktuellen VfL-Überprüfung durch die UEFA. Im Herbst war Hotze darum mit seinen Geschäftsführer-Kollegen Klaus Allofs und Thomas Röttgermann in Nyon, um das VfL/VW-Modell zu erklären, anschließend gab‘s noch einen schriftlichen Fragebogen, den der VfL im Januar beantwortet hat. Jetzt wartet man in Wolfsburg auf Antwort. Hotze: „Mit der rechnen wir in den nächsten Monaten. Und wir sind uns sicher, dass die UEFA das akzeptiert, was wir dort vorgestellt haben.“

apa

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