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Darum ging Hecking auf Dost los

VfL Wolfsburg Darum ging Hecking auf Dost los

Eingewechselt, beide Tore beim 2:0 (0:0) gegen Hertha BSC gemacht, damit das Spiel entschieden - aber statt eines Sonderlobs für Bas Dost gab‘s von Dieter Hecking ein öffentliches Donnerwetter.

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Sie haben häufiger Mal Gesprächsbedarf: Bas Dost (l.) und VfL-Trainer Dieter Hecking.

Der Trainer des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten war wütend, weil sich der Holland-Knipser im Training hatte hängen lassen. Gestern gab‘s eine Aussprache. So deutlich wie in der Pressekonferenz nach dem Spiel hat Hecking einen seiner Spieler öffentlich noch nie verbal geohrfeigt. Heckings Wut hatte sich seit Tagen angestaut. Es ging um Dosts Auswechslung zur Pause beim 1:0 am Dienstagabend in der Königsklasse gegen Moskau. Die hatte der Trainer seinem launischen Angreifer erklärt, doch Dost zeigte sich wenig einsichtig - vor allem in den Tagen danach, so der Vorwurf des Trainers.

„Ich werfe ihm vor, dass er drei Tage lang diese Auswechslung mit sich herumgetragen hat“, so Hecking am Sonntag zur WAZ. „Er war nicht zu 100 Prozent bei der Sache. Das geht nicht, wenn du erfolgreich sein willst.“

Dost selbst wiederum sah sich nach WAZ-Informationen nicht so schwach trainieren, gerade am Donnerstag sei das komplett anders gewesen. Das war am Sonntagvormittag auch Thema bei der Aussprache mit dem Trainer und Manager Klaus Allofs. Hecking: „Wir haben versucht, die Sache aus der Welt zu schaffen. Ich gehe davon aus, dass sich das Thema erledigt hat.“

Dost zeigte sich einsichtig - aber, so der Trainer, „er hat sich auch an dem Wort Egoismus gerieben. Das muss ich auch etwas relativieren. Bas ist kein Egoist, aber er war halt drei Tage lang im Training nicht ansprechbar und hat nichts von dem, was wir angesagt haben, aufgenommen. Und das geht nicht.“

Bleibt die Frage nach der öffentlichen Kritik: Hätte Hecking die nicht auch intern äußern können? „Mir lag das auf dem Herzen, es musste raus“, meinte der 51-Jährige, der aber gleichzeitig einräumte: „Nachdem ich eine Nacht drüber geschlafen habe, bin ich zu der Erkenntnis gekommen: Ich hätte es mir auch schenken können.“

eh/apa

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