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Pyro-Wahnsinn: Dem VfL droht ein Geister-Heimspiel

VfL Wolfsburg Pyro-Wahnsinn: Dem VfL droht ein Geister-Heimspiel

Es war das Niedersachsen-Duell der Schande – und das kommt den VfL jetzt teuer zu stehen. Nicht nur das: Dem Wolfsburger Fußball-Bundesligisten droht ein Geister-Heimspiel.

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Sogar ein Geister-Heimspiel droht: Für die schlimmen Vorfälle in Hannover (gr. Bild und kl. Bild l.) wurde der VfL mit einer Rekord-Strafe belegt - und muss im Wiederholungsfall sogar mit leeren, weil gesperrten Rängen in der VW-Arena (kl. Bild r.) leben.

Quelle: dpa

Für den Pyro-Wahnsinn am 1. März beim VfL-Spiel bei Hannover 96 hat das DFB-Sportgericht die Wolfsburger mit einer Geldstrafe in Höhe von 90.000 Euro sowie einem Teil-Ausschluss der VfL-Fans bei einem Bundesliga-Heimspiel belegt. „Ein derart hohes Strafmaß wurde bislang noch nie gegen den VfL verhängt“, so Geschäftsführer Thomas Röttgermann. Der Klub hat das Strafmaß akzeptiert, konnte aber zugleich erwirken, dass der Teil-Ausschluss zunächst auf Bewährung erfolgt und ein Teil der Geldstrafe für sicherheitstechnische, infrastrukturelle und gewaltpräventive Maßnahmen in Wolfsburg verwendet werden darf.

Mehrere „Fans“ im Wolfsburger Block hatten damals in Hannover bengalische Feuer abgefackelt. Zudem waren drei Leuchtraketen abgefeuert worden – eine war auf dem Spielfeld, eine weitere unmittelbar vor der bereits besetzten Hannoveraner Trainerbank gelandet, wobei eine Person nach dem Aufprall der Rakete getroffen wurde.

Jetzt stehen die Wolfsburger über die gesamte neue Spielzeit unter dauerhafter Beobachtung des DFB. Kommt‘s erneut zu solch einem Skandal wie in Hannover, sind beim darauffolgenden Bundesliga-Heimspiel die Blöcke 5 und 7 sowie die zur sogenannten „Singing Area“ gehörenden Bereiche der Blöcke 6 und 8 geschlossen. Zudem dürfen dort auch keine Banner, Plakate oder Transparente aufgehängt werden. Sogar eine Ausdehnung auf die gesamte Nordkurve könnte eingefordert werden.

Rekordstrafe: Das sagt Röttgermann

Der VfL kann von Glück sagen, dass er nach den unfassbar dummen Aktionen einiger seiner Anhänger in Hannover nicht gleich mit einem Teilausschluss seiner Fans bei einem Heimspiel belegt wurde.

Das Sportgericht hat die Reaktionen und bereits getroffenen Maßnahmen seitens des Netzwerkes Wolfsburg positiv bewertet. „Wir konnten dem DFB schlüssig darlegen, dass es eine so krasse Verfehlung einer Minderheit von Fans bis dato nicht gegeben hatte und zukünftig auch nicht mehr geben soll“, so VfL-Geschäftsführer Thomas Röttgermann. Der DFB genehmigte daraufhin die Verwendung eines Teilbetrages der Geldstrafe für präventive Maßnahmen und Fanarbeit in Wolfsburg. Zeitnah soll jetzt entschieden werden, wie genau das Geld eingesetzt wird.

von Engelbert Hensel


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