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Cool in der Kälte: Ein Tor reicht

VfL Wolfsburg Cool in der Kälte: Ein Tor reicht

Kalt war‘s, spannend war‘s – und schön war‘s. Mit 1:0 (1:0) gewann der VfL Wolfsburg das Top-Spiel der Fußball-Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach und festigte damit den zweiten Tabellenplatz. Robin Knoche entschied mit seinem Tor eine Partie, die nicht immer unterhaltsam war – aber immer sehr intensiv.

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Wolfsburgs Robin Knoche (M.) bejubelt seinen Treffer zum 1:0 mit Vieirinha (l.) und Naldo.

Quelle: dpa (Steffen)

In der mit 30.000 Zuschauern ausverkauften VW-Arena zeigten beide Teams, was sie in der Tabelle nach oben gebracht hatte: aggressiv anlaufen, dem Gegner wenig Räume geben, hinten wenig zulassen. Der VfL setzte dabei nicht auf eine klassische Doppel-Sechs, sondern auf eine klare Rollenverteilung in der Zentrale: Josuha Guilavogui war fürs Ballerobern zuständig, Maxi Arnold fürs Pressing – das Fehlen von Luiz Gustavo (Gelbsperre) wurde so erfolgreich kompensiert, die Raumaufteilung stimmte, Gladbach kam nur zu zwei Chancen.

Und die läuferisch starken Wolfsburger merkten schnell, dass in diesem Spiel Cleverness gefragt sein würde, nutzten nicht jede Balleroberung zum direkten Spiel nach vorn, sondern ließen immer mal wieder den Ball laufen. Cool bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt – das hat funktioniert.

Der VfL Wolfsburg hat Platz zwei in der Fußball-Bundesliga gefestigt. Die Niedersachsen bezwangen am Sonntag im Spitzenspiel Borussia Mönchengladbach mit 1:0 (1:0) und liegen mit nun 26 Punkten weiter sieben Zähler hinter Tabellenführer Bayern München.

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Nach dem Seitenwechsel wurden die Gladbacher Angriffsbemühungen immer vehementer – und immer erfolgloser, auch weil das Wolfsburger Offensiv-Quartett konsequent Defensiv-Arbeit verrichtete. Erst als Trainer Lucien Favre frische Offensivkräfte brachte, wurde der VfL-Strafraum wieder zur Gefahrenzone; allerdings wurden auch Wolfsburgs Kontergelegenheiten immer besser, Kevin De Bruyne und der eingewechselte Aaron Hunt hatten die Entscheidung auf dem Fuß.

Klare Gladbacher Abschlüsse gab es erst in der Nachspielzeit – hier half dem VfL auch das Glück, das er sich mit einer taktisch guten und kämpferisch aufopferungsvollen Leistung erarbeitet hatte. Die Gäste mussten derweil einsehen, dass Ballbesitz (59 Prozent) nichts bringt, wenn man zu selten zum Abschluss kommt – 23:10 lautete das Torschussverhältnis.

„Fußballerisch war‘s nicht so glanzvoll“, meinte VfL-Trainer Dieter Hecking nach dem Abpfiff. Aber weil‘s kämpferisch stark war, reichte auch mal ein Tor zum verdienten Sieg.

apa

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