Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Christian Träsch: Als es so gut lief wie noch nie, kam für ihn das Hinrunden-Aus

VfL Wolfsburg Christian Träsch: Als es so gut lief wie noch nie, kam für ihn das Hinrunden-Aus

Acht Spieltage lang lief alles gut. Christian Träsch spielt stark wie nie, vor allem aber konstant wie nie. Endlich war der 26-Jährige angekommen beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Doch in der Woche nach dem 0:2 gegen Braunschweig kam für Träsch das bittere Hinrunden-Aus.

Voriger Artikel
Entscheidung naht: De Bruyne will zum VfL
Nächster Artikel
Junior Malanda: Ich komme sofort

Hinrunden-Aus im Oktober: Christian Träsch.

Zusammenprall im Training mit Daniel Caligiuri, Haarriss im Knöchel – Träsch war für den Rest des Jahres außer Gefecht. Und das mitten in der besten Phase seiner VfL-Zeit.

2011 hatte ihn Felix Magath für rund 9 Millionen Euro Ablöse aus Stuttgart geholt. Träsch, der als Rechtsverteidiger die WM 2010 nur wegen einer Verletzung verpasst hatte, sollte und wollte zum Mittelfeld-Abräumer umschulen, bekam zudem sofort die Kapitänsbinde. Dieses Amt, verbunden mit der unangemessenen Ablöse, war eine zu große Bürde – Träsch kam nie richtig in Wolfsburg an, erfüllte nie die zu hohen Erwartungen, für die er nichts konnte. Hin- und hergerissen zwischen rechter Abwehrseite und defensivem Mittelfeld, verlor er unter Magath nicht nur zwischenzeitlich seinen Stammplatz, sondern sah sich auch Anfeindungen der Fans ausgesetzt – aufgebrachte Idioten hatten sogar eines Tages vor seiner Haustür gestanden.

Das alles ließ Träsch hinter sich, als Dieter Hecking vor einem Jahr Trainer beim VfL wurde. Er machte ihn zu seinem Stamm-Rechtsverteidiger, und der gebürtige  Ingolstädter zahlte es vor allem in dieser Saison mit Top-Leistungen zurück – bis zur Verletzung.

Am Tag des letzten Hinrunden-Heimspiels – seine Kollegen bereiteten sich gerade auf Gegner Stuttgart vor – konnte Träsch endlich mal wieder Positives berichten. „Ich habe heute das erste Mal wieder gegen den Ball getreten – wir haben es beide gut überstanden.“ Den Humor hat der Pechvogel des Jahres offenbar schon wiedergefunden.

Träschs Zahlen:

In vier Kategorien gehörte Träsch zu den Hinrunden-Besten des VfL.

Torschuss-Vorlagen pro Einsatz     Ballkontakte pro 90 Minuten     Flankengenauigkeit (%)     Zweikämpfe pro Einsatz
                   
1. Diego        2,4 (33)     1. Rodriguez    76 (1300)     1. Ochs    44,4 (27)     1. Diego        18,6 (261)
                   
2. Rodriguez    1,9 (33)     2. Diego    75 (981)     2. Rodriguez    33,3 (42)     2. Gustavo    17,1 (240)
                   
3. Vieirinha    1,7 (19)     3. Träsch    74 (590)     3. Träsch    31,6 (38)     3. Olic        16,2 (275)
                   
4. Ochs        1,6 (14)     4. 0chs    71 (635)     4. Schäfer    27,3 (22)     4. Rodriguez    15,6 (265)
                   
5. Träsch    1,5 (12)     5. Knoche    70 (1136)     5. Perisic    18,2 (33)     5. Träsch    14,9 (119)

apa

  • Morgen lesen Sie: Der Einkauf des Jahres
Voriger Artikel
Nächster Artikel