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Casteels: „Möchte nicht auf der Bank sitzen“

VfL Wolfsburg Casteels: „Möchte nicht auf der Bank sitzen“

Koen Casteels spielte stark gegen Mainz - aber am Dienstag beim Champions-League-Rückspiel in Madrid steht Diego Benaglio wieder im VfL-Tor. Der Kapitän wurde am Samstag nur geschont; allerdings befeuert Trainer Dieter Hecking mit dieser Maßnahme die ohnehin schon entbrannte Torwart-Diskussion beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten.

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Seine stärkste Parade: VfL-Torwart Koen Casteels rettet mit dieser Fußabwehr gegen Yunus Malli.

Quelle: Photowerk (bb)

Dass Benaglio am Samstag weder im Tor stand noch auf der Bank saß, war laut Hecking eine Idee des Torwarttrainers. „Andreas Hilfiker kam zu mir und sagte ,Wäre es nicht sinnvoll, gegen Mainz Koen spielen zu lassen, damit Diego mehr Regeneration bekommt?‘ Dann haben wir mit Diego drüber gesprochen, und er hat eigentlich auch signalisiert, dass das so am besten wäre.“

Fünf Wochen lang war Benaglio mit Rippenproblemen ausgefallen, feierte dann in Leverkusen (0:3) ein durchwachsenes Comeback und war beim 2:0 gegen Real sehr stark. Aber, so Hecking: „Gerade fürs Torwartspiel waren diese beiden Partien eine mental hohe Belastung“, zudem fehle dem Kapitän nach der Pause „noch der Rhythmus“.

Erklärungen, die zumindest Fragen aufwerfen - immerhin ist Benaglio mit 32 Jahren erfahren und Spiele im Vier-Tages-Rhythmus gewohnt. Und: Spielpraxis hätte er eher gegen Mainz sammeln können als in den beiden Trainingseinheiten, die der Schweizer stattdessen am Wochenende absolvierte.

Vertreter Casteels jedenfalls nutzte die Chance, bot eine gute Leistung, stellte mit acht Paraden sogar seinen persönlichen Bundesliga-Rekord ein - und meldete hinterher Ansprüche an: „Ich möchte nicht noch ein oder zwei Jahre nur auf der Bank sitzen, Ich möchte Nummer 1 werden, am liebsten so schnell wie möglich.“

Und was passiert ab Sommer? Bleibt Benaglio die Nummer 1? Löst Casteels ihn ab? Oder kommt womöglich ein neuer Nummer-1-Torwart? „Darüber haben wir noch nicht gesprochen“, so Casteels. Und Manager Klaus Allofs meinte auf die entsprechende Frage nur vieldeutig: „In Wolfsburg bleiben die Dinge nicht immer so, wie sie waren.“ Ab dem Spiel am Dienstag allerdings geht‘s erst mal zurück in die Normalität. Hecking: „In Madrid hält Benaglio. Und für den Rest der Saison heißt das auch nichts anderes.“

apa

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