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Casteels: Das erste WAZ-Interview als Nummer 1

VfL Wolfsburg Casteels: Das erste WAZ-Interview als Nummer 1

Wolfsburg. Nach nur einem Jahr beim VfL hat Koen Casteels den Sprung zur Nummer 1 geschafft. Im Interview mit WAZ-Sportredakteur Engelbert Hensel spricht der 24-Jährige über die Entscheidung von Trainer Dieter Hecking, sein Verhältnis zu Konkurrent Diego Benaglio und Ziele mit dem Wolfsburger Fußball-Bundesligisten.

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Verstehen sich gut: Koen Casteels (l.) und Diego Benaglio, der acht Jahre lang die Nummer 1 des VfL war.

Quelle: Imago

Wie fühlt es sich an, die neue Nummer 1 des VfL zu sein?

Ich bin einfach zufrieden, dass ich jetzt diese Chance bekommen habe. Wenn ich ehrlich bin: Mich noch ein Jahr auf die Bank zu setzen, wäre mir schwergefallen. Klar habe ich auch in den vergangenen Jahren gute Leistungen gebracht, aber letztendlich geht’s für mich hier erst jetzt so richtig los.

Diego Benaglio war acht Jahre lang die Nummer 1 beim VfL - wie lange werden Sie es sein?

(lacht) Hoffentlich auch so lange. Er hat hier einen großen Status, er hat viel für den Verein geleistet.

Wären Sie auch im Pokal gern die Nummer 1?

Der Trainer hat so entschieden, ich finde es okay. In der Liga zu spielen, ist für mich das Wichtigste.

Wie ist das Verhältnis zu Diego Benaglio?

Der Umgang ist sehr gut. Max Grün, Diego und ich pushen uns gegenseitig, wir haben Spaß im Training. So muss es auch sein.

Hat Benaglio Ihnen gratuliert?

Ich weiß nicht, ob man das machen muss. Am Verhältnis untereinander ändert die Tatsache, dass ich jetzt die Nummer 1 bin, nichts.

Sie haben das Trikot mit der Nummer 28, bekommen Sie jetzt die Nummer 1?

Ich habe darüber noch nichts gehört...

Wäre es Ihnen denn wichtig, das Trikot mit der Nummer 1 zu tragen?

Nein, ich hatte auch noch nie die 1 auf dem Rücken. In Bremen war es die 30, bei Hoffenheim die 20, hier ist‘s jetzt die 28.

Spüren Sie jetzt denn mehr Druck?

Nicht unbedingt, ich glaube nicht, dass ich jetzt anders in die Spiele gehe als im vergangenen Jahr. Wenn ich es nicht gut gemacht hätte, hätten sie hier gesagt: Er wird nie die Nummer 1 werden. Ich hatte auch damals schon etwas zu verlieren.

Beim VfL sind Sie jetzt die Nummer 1 - wollen Sie das auch in der belgischen Nationalelf werden?

Es hat sich in der Nationalelf ja auch etwas getan. Marc Wilmots ist nicht mehr Trainer, jetzt hoffe ich, dass ich da zumindest wieder dabei sein werde.

Sie strahlen viel Ruhe aus - ist das alles eine Frage von Training?

Ganz ehrlich: Ich war immer so. Schon als Jugendspieler wurde ich dafür gelobt, dass ich viel Sicherheit ausstrahle - so bin ich, das ist meine Art. Auch privat bin ich eher ein ruhiger Typ.

Haben Sie eigentlich ein Ritual?

Nicht wirklich. Aber irgendwann habe ich mal angefangen, vor einem Spiel immer die gleichen Dinge zu machen.

Das heißt?

Ich ziehe mir immer erst die linke Socke an, dann den linken Schuh...

Was wollen Sie mit dem VfL erreichen?

Das Ziel heißt Europa - am liebsten wollen wir wieder in die Champions League. Und mit dieser Mannschaft können wir das schaffen!

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