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Caligiuri-Rot: Wer hat Recht?

VfL Wolfsburg Caligiuri-Rot: Wer hat Recht?

Der Rot-Schock von Schalke! In der 50. Minute beim 1:2 des VfL am Samstag gab‘s den Aufreger des Spiels - die Rote Karte gegen Daniel Caligiuri, der daraufhin die Welt nicht mehr verstand. Der Offensivmann des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten wird jetzt gesperrt. Aber warum? Die Aussagen der Beteiligten gehen offenbar auseinander.

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Daniel Caligiuri versteht die Welt nicht mehr: Urplötzlich zeigt ihm Wolfgang Stark Rot – der Wolfsburger soll einen Schiri-Assistenten beleidigt haben.

Quelle: dpa

Caligiuri soll nach einem nicht geahndeten Foul an ihm Assistent Mike Pickel beleidigt haben. Seine Sicht der Dinge: „Ich mache eine normale Handbewegung, weil ich gefrustet bin und sage: ,Hey, ich bin doch nicht blöd, das war doch ein klares Foul‘.“ Das wäre keine Beleidigung gewesen. Pickel aber will gehört haben: „Hey, du bist doch blind“. Caligiuri: „Das ist bei ihm angeblich angekommen.“

Der Schiri-Assi hob daraufhin seine Fahne, Schiedsrichter Wolfgang Stark schickte nach kurzer Rücksprache den VfLer vom Platz. „Ich war geschockt, als ich seine Hand an seiner Hosentasche gesehen habe“, so Caligiuri gestern. Und: „Ich habe in der Bundesliga noch nie Gelb-Rot oder Rot gesehen. Das hat mich nach dem Spiel belastet und belastet mich immer noch.“

Blöd oder blind - heute wird sich das DFB-Sportgericht mit dem Caligiuri-Rot befassen und das Strafmaß festlegen, das zwischen einem und vier Spielen Sperre liegen könnte. Manager Klaus Allofs kündigte bereits gestern an: „Wenn es über das normale Strafmaß hinausgehen sollte, werden wir reagieren.“ Was möglicherweise eine Rolle spielt: Hätte Stark das klare Santana-Foulspiel zuvor gepfiffen, wäre alles gut gewesen. Der Schalker hatte seinen Gegenspieler einfach mit Kopf und Schulter voraus weggerammt. Stark ließ weiterlaufen - eine klare Fehlentscheidung.

Caligiuri, der gerade wieder in die Startelf gerückt war, hätte natürlich einfach auch komplett auf das Gespräch mit dem Schiri-Assi verzichten können, dann wäre sein Comeback nicht nach 50 Minuten beendet gewesen. Der Deutsch-Italiener einsichtig: „Ich kann mich bei der Mannschaft nur entschuldigen, ich habe sie im Stich gelassen.“

eh

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