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Blaszczykowski und der VfL: Schnell wieder nach oben

VfL Wolfsburg Blaszczykowski und der VfL: Schnell wieder nach oben

Wolfsburg. Beim Zusammenstellen seines neuen Kaders hat der VfL ein nicht zu unterschätzendes Puzzleteil hinzubekommen: Jakub „Kuba“ Blaszczykowski wurde gestern offiziell als Neuzugang des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten vorgestellt. Der 30-jährige Pole, für vier Millionen Euro vom BVB verpflichtet, will mit seinem neuen Klub schnell nach oben – im doppelten Sinne.

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Starke EM, neuer Klub: Jakub Blaszczykowski wurde beim VfL als Neuzugang vorgestellt.

Quelle: dpa

„Der VfL hat große Ziele, das war wichtig für mich“, sagte der Rechtsaußen gestern bei seiner Vorstellung. Diese Ziele will er „schnell erreichen“ – und soll mit seiner Schnelligkeit helfen. Gerade die Geschwindigkeit, mit der Blaszczykowski Abwehrreihen überlaufen kann, sei ein spielerisches Element, „das zuletzt gefehlt hat“, so Trainer Dieter Hecking. Dass der neue Offensivmann diese Qualität hat, dazu noch „Mentalität, Einstellung und Charakter“ (Hecking) mitbringt, sei für die Verpflichtung ausschlaggebend gewesen. „Gerade routinierte Spieler sind wichtig“, so der Trainer weiter, „und 30 ist ja auch noch kein Alter.“ Manager Klaus Allofs formulierte es so: „Wir haben Jakub schon in der Vergangenheit sehr bewundert und als Gegner zum Teil gefürchtet. Wir hoffen, dass er nicht nur seine Erfahrung, sondern auch seine große Qualität jetzt bei uns einbringt.“

197 Bundesligaspiele hat Blaszczykowski für Borussia Dortmund absolviert, war beim BVB jahrelang gesetzt. Vor einem Jahr wurde er an den AC Florenz ausgeliehen, dort bremste ihn ein Muskelfaserriss am Ende der Hinrunde aus. Richtig in Form kam er wieder zur EM, wo er mit starken Leistungen überzeugte, aber dann zum tragischen Helden wurde, als er im Viertelfinale gegen Portugal im Elfmeterschießen patzte.+

Seine Leistungen in Frankreich haben ihn interessant gemacht für mehrere Klubs. „Bundesliga oder England“, so Blaszczykowski, „nur das kam für mich infrage“. Die Entscheidung für den Dreijahres-Vertrag beim VfL sei dann nicht schwer gefallen. „Wolfsburg war von Anfang an das konkreteste Interesse – darum bin ich hier.“ Und: „Die Ziele hier passen zu mir.“ Wie die aussehen, machte dann gestern bei der Blaszczykowski-Vorstellung auch Trainer Hecking noch einmal deutlich: Diese Verpflichtung sei auch „eine Botschaft an die Bundesliga: Wir werden eine Mannschaft haben, die wieder angreifen will!“

von Andreas Pahlmann

Polen beim VfL: Kubas starke Vorgänger

Mit der Verpflichtung von Jakub Blaszczykowski setzt der VfL eine gute Tradition fort – zum ersten Mal seit dem Abschied von Jacek Krzynowek steht wieder ein Spieler aus Polen im Bundesliga-Kader der Wolfsburger. Und mit Kubas Vorgängern machte der VfL gute Erfahrungen – sechs davon waren zu Erstligazeiten für Wolfsburg auf dem Platz.

  • Piotr Tyszkiewicz: Nur ein Bundesliga-Tor (1997), zuvor in der 2. Liga aber der Mann für wichtige Tore – und großer Sympathieträger.
  • Waldemar Kryger: Der Erste, der 100 Bundesliga-Spiele für Wolfsburg machte. Von 1997 bis 2002 Innenverteidiger oder Aufpasser im defensiven Mittelfeld, nicht ohne Grund „Mr. Zuverlässig“ genannt    
  • Andrzej Juskowiak: Von 1998 bis 2002 beim VfL, mit 39 Treffern zwischenzeitlich Wolfsburger Bundesliga-Rekordtorjäger.    
  • Krzysztof Nowak: Die Nummer 10 der Herzen. Überragender Mittelfeldspieler, ab 1998 beim VfL, bei den Bayern auf der Einkaufsliste, ehe er an ALS erkrankte und  2002 seine Karriere beenden musste. 2005 verstorben.
  • Michal Janicki: Von 2002 bis 2004 beim VfL, nur zwei Erstliga-Einwechslungen, aber Leistungsträger im VfL-II-Angriff.
  • Jacek Krzynowek: Von 2006 bis 2009 beim VfL, starker Mittelfeld-Linksfuß mit wuchtigem Schuss.

apa

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