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Bendtner: Klausel wie Marcelinho

VfL Wolfsburg Bendtner: Klausel wie Marcelinho

Paradiesvogel Nicklas Bendtner beim VfL - damit‘s gut geht, hat der dänische Stürmer nicht nur die obligatorische Anti-Stress-Klausel in seinem Vertrag (WAZ berichtete). Bei ihm greift auch die Wohnort-Klausel, die der Wolfsburger Fußball-Bundesligist einst für Skandalfußballer Marcelinho erfunden hatte.

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Soll in Wolfsburg heimisch werden: Neu-VfLer Nicklas Bendtner (M.), hier mit Slobodan Medojevic (l.) und Mateusz Klich.

Bendtner gilt als Großstadt-Fan, er ist in Kopenhagen aufgewachsen, ging als 17-Jähriger nach London und spielte zuletzt in Turin. Wolfsburg ist da deutlich ruhiger, doch Hamburg und Berlin sind nicht weit entfernt. Aber wohnen muss er hier. Dafür sorgt die Marcelinho-Klausel in seinem Vertrag. Die besagt, dass die VfL-Profis nicht weiter als 25 Kilometer entfernt von Wolfsburg leben dürfen.

Die Klausel hatte der damalige VfL-Manager Klaus Fuchs 2007 erfunden, als er Marcelinho aus der Türkei zurück in die Bundesliga holte. Die Wolfsburger hatten die Befürchtung, dass der Brasilianer im nahen Berlin wohnen und dort das Nachtleben zu sehr genießen könnte. Der Spielmacher könnte aber so etwas wie ein Vorbild für Bendtner beim VfL sein. Denn Marcelinho fiel in seiner Wolfsburger Zeit nicht durch Eskapaden auf.

Seit Marcelinho ist die Wohn-Klausel in den Verträgen obligatorisch. In Dänemark machte sie jetzt Ex-HSV-Sportdirektor Frank Arnesen öffentlich. Für Bendtners Karriere ist die Bindung an Wolfsburg eine gute Idee. „Ich denke schon, dass die Verlockungen in Kopenhagen, London oder Berlin größer sind als in Wolfsburg. Von daher glaube ich, dass die Voraussetzungen, sich beim VfL voll auf Fußball zu konzentrieren, sehr gut sind“, sagt Manager Klaus Allofs.

rs

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