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Benaglio: „Wir haben die Qualität, die man braucht“

VfL Wolfsburg Benaglio: „Wir haben die Qualität, die man braucht“

Der VfL in der Erfolgsspur - aber zu euphorisch will Diego Benaglio nicht werden. Im Interview mit WAZ-Sportredakteur Engelbert Hensel spricht der starke Torhüter des Fußball-Bundesligisten über den Höhenflug, Gefahren und seine Rolle als Kapitän.

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Wichtiger Bestandteil des VfL-Höhenflugs: Keeper Diego Benaglio, der im WAZ-Interview ein wenig auf die Europa-Euphorie-Bremse tritt.

WAZ: Drei Spiele in Folge gewonnen, in der Tabelle ein kleines Punktepolster auf die Konkurrenz geschaffen - darf man schon von Europa träumen?

Benaglio: Es wäre falsch, jetzt schon eine Prognose abzugeben, ob es am Ende sicher für einen internationalen Platz reicht. Auch wenn die letzten Ergebnisse gut waren - in unserem Spiel war nicht immer alles gut.

WAZ: Meisterschaft, Europa, Abstiegskampf - Sie haben mit dem VfL schon einiges erlebt. Ist die Mannschaft stabil genug, damit es zum großen Wurf reicht?

Benaglio: Keine Frage, wir haben uns sportlich gut entwickelt und sind als Mannschaft zusammengewachsen. Die Charaktere passen. Aber du kannst noch so gute Typen im Team haben - wenn du keinen Erfolg hast, hilft dir das auch nicht.

WAZ: Der Erfolg ist in diesem Jahr aber wieder da. Müssen Sie als Kapitän dennoch ab und an auf den Tisch hauen?

Benaglio: Wenn es etwas zu sagen gibt, dann mache ich das. Aber ich bin keiner, der die Dinge dann immer laut anspricht. Wichtiger ist es, dass man sie überhaupt anspricht.

WAZ: Gibt‘s denn in der Mannschaft Problem-Fälle, die Sie zuletzt einfangen mussten?

Benaglio: Der eine oder andere Spieler braucht mal eine Erinnerung. Es kommt gelegentlich schon vor, dass man einen Spieler daran erinnern muss, dass trotz des Erfolgs nicht immer alles gut war und es jetzt ein Selbstläufer ist. Wir haben uns alles hart erarbeitet - und genau so müssen wir jetzt weitermachen.

WAZ: Worauf führen Sie die große Leistungsdichte im Kader zurück?

Benaglio: Wir haben eben die Qualität, die man braucht, um unsere Ziele verwirklichen zu können. Nehmen wir mal Ricardo Rodriguez. Er profitiert davon, dass Marcel Schäfer ihm im Training Feuer macht. Überragend fand ich auch den Auftritt von Ivica Olic gegen Leverkusen. Als er reinkam, war er sofort drin im Spiel. Da war keine Spur von Enttäuschung zu sehen. Oder auch Daniel Caligiuri oder Timm Klose, die zuletzt gut gespielt haben. Für die Gegner muss das schon ziemlich hart sein, wenn die Spieler, die bei uns von der Bank kommen, so brennen.

WAZ: Rechnen Sie denn noch mit Rückschlägen?

Benaglio: Die können immer kommen. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir jetzt damit besser umgehen können, als noch in der Hinrunde.

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