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Benaglio: „Krise? Das ist ein großer Begriff...“

VfL Wolfsburg Benaglio: „Krise? Das ist ein großer Begriff...“

Der VfL in der Liga auf Platz neun abgestürzt, der Abgas-Skandal bei VfL-Eigner Volkswagen und die möglichen Folgen für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten – im Interview spricht Diego Benaglio darüber. Zudem sagt der Wolfsburger Kapitän, warum trotz der Krisen bei VfL und VW die Champions League das Ziel bleibt.

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Bleibt zuversichtlich: VfL-Kapitän Diego Benaglio.

WAZ: VW in der Krise, wie geht die Mannschaft damit um?
Benaglio: Dass das keine leichte Situation ist, merkt man den Leuten in der Stadt natürlich an. Aber wir stehen zu VW, wir sind dankbar, dass wir so einen großartigen Sponsor haben. Es ist das Mindeste, auch in schweren Zeiten hinter diesem Sponsor zu stehen. Ich selbst bin optimistisch, dass alles aufgeklärt wird.

WAZ: Haben Sie die Befürchtung, dass diese Krise auch den VfL trifft?
Benaglio: Innerhalb der Mannschaft machen wir uns momentan darüber keine Gedanken. Für VW gibt es jetzt sicher wichtigere Dinge, die erst einmal geklärt werden müssen.

WAZ: Das Wort Krise fiel nach vier Pflichtspielen ohne Sieg auch im Zusammenhang mit dem VfL - ist das akzeptabel aus Ihrer Sicht?
Benaglio: Krise? Das ist ein großer Begriff. Wenn man auf die vergangenen Monate zurückblickt, ist es ungewohnt, dass wir nur einen Punkt aus den letzten drei Spielen geholt haben. Wir müssen zusehen, dass wir uns schnellstmöglich Erfolgserlebnisse erarbeiten. Aber sich jetzt zu viele Gedanken zu machen, ist falsch, weil wir uns in den vergangenen Monaten in die richtige Richtung entwickelt haben.

WAZ: Nichtsdestotrotz wird jetzt wieder laut darüber diskutiert, ob es richtig war, Kevin De Bruyne zu verkaufen. Waren Sie als Kapitän in diese Entscheidung involviert?
Benaglio: Nein, aber das ist auch absolut richtig so. Ich wurde darüber informiert, dass es so kommen könnte. Es ist schade, dass Kevin und auch Ivan Perisic uns verlassen haben, aber das war eben ihr Wunsch.

WAZ: Sind diese Abgänge gut aufgefangen worden?
Benaglio: Ja! Ich bin zuversichtlich, dass gerade unser Offensivspiel zeitnah in Fahrt kommen wird.

WAZ: Ist der Kader denn stark genug, um das Ziel Champions League noch zu erreichen?
Benaglio: Davon bin ich überzeugt. Klar, momentan haben wir nicht unsere beste Phase, aber die Mannschaften vor uns sind noch nicht weit weg. Wichtig ist, dass wir schnell wieder dahin kommen, was uns als Mannschaft ausgezeichnet hat - nämlich temporeichen und qualitativ hochwertigen Fußball zu spielen.

WAZ: Sie selbst haben mal gesagt, dass Sie sich vorstellen könnten, Ihre Karriere beim VfL zu beenden. In Ihrem 2016 auslaufenden Vertrag gibt’s eine beidseitige Option für ein weiteres Jahr. Wie ist der Stand der Dinge?
Benaglio: (schmunzelt) Details zu der Klausel werde ich jetzt nicht verraten... Wir haben uns ja schon mal zusammengesetzt und haben über meine Zukunft hier gesprochen - und werden das auch wieder tun. Stand jetzt ist: Beide Seiten sind daran interessiert, die Zusammenarbeit hier fortzuführen.

eh

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