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Benaglio: „Es wäre falsch, in Euphorie zu verfallen“

VfL Wolfsburg Benaglio: „Es wäre falsch, in Euphorie zu verfallen“

Diego Benaglio - er hat die Meisterschaft und die FrustJahre danach miterlebt, aber in diesem Jahr soll es für den VfL wieder nach oben gehen. Nach dem tollen 4:0 gegen Schalke sprach der Kapitän und Torhüter des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten mit WAZ-Sportredakteur Engelbert Hensel über den neuen VfL, Ziele, die Fans und den neuen Star Luiz Gustavo.

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Total fokussiert: VfL-Torhüter Diego Benaglio.

WAZ: Wie viel Euphorie ist nach solch einem tollen Auftritt erlaubt?

Benaglio: Klar ist Schalke nicht irgendeine Mannschaft in der Bundesliga, die wir geschlagen haben. Aber ein Riesen-Kompliment muss man zunächst einmal unseren Fans machen.

WAZ: Weil Sie den VfL trotz eines 0:2 am ersten Spieltag in Hannover wieder so lautstark unterstützt haben?

Benaglio: Genau. In Hannover haben sie uns spüren lassen, dass sie trotz der Niederlage mit dem Engagement der Mannschaft zufrieden waren. Für mich war das die beste Unterstützung, die wir seit langem in einem Auswärtsspiel hatten. Jetzt gegen Schalke war die Atmosphäre wieder fantastisch und wir wollten nach der Niederlage in Hannover unbedingt etwas zurückgeben.

WAZ: Das ist gelungen. So sehr, dass sich schon einige fragen: Wie hoch geht‘s für den VfL in diesem Jahr hinaus?

Benaglio: Ganz ehrlich, jetzt schon darüber zu reden, ist viel zu früh. Aus unserer Sicht ist das auch nicht nötig, sich auf etwas zu fixieren. Natürlich ist es schön, wenn die Leute kommen, einem auf die Schulter klopfen und sagen: Gut gemacht! Aber in Euphorie zu verfallen, wäre nach zwei Spieltagen falsch.

WAZ: Dennoch scheint der VfL im Vergleich zur vergangenen Saison einen Schritt nach vorn gemacht zu haben...

Benaglio: Aber das ist nicht erst jetzt passiert, sondern schon in den letzten Monaten. Die Philosophie des Trainers wurde immer mehr verinnerlicht, die Automatismen im Spiel werden immer besser. Dass uns jetzt gegen Schalke so ein Spiel gelungen ist, war natürlich richtig schön und hilft, Dinge künftig noch besser machen zu können.

WAZ: Seit Samstag hilft auch Luiz Gustavo dabei mit. Es heißt, Sie hätten ihn beim Länderspiel mit der Schweiz gegen Brasilien überzeugt. Wie haben Sie das gemacht?

Benaglio (lacht): Ich habe ihm vom Projekt hier erzählt, von unserem Trainer und unserem Manager. Und ich habe ihm gesagt, dass wir, was das Zusammenleben betrifft, eine geile Truppe haben, dass sich Naldo und Diego auf ihn freuen und dass man in Wolfsburg - entgegen vieler Vorurteile - richtig gut leben kann. Nach dem Spiel hat er dann signalisiert, dass der VfL für ihn eine Option ist. Und zu seinem Einstand hier kann man nur sagen: Das war sehr gut.

WAZ: Apropos gut: Sehen Sie den neuen Kader schon gut aufgestellt?

Benaglio: Ja, wir haben Qualität, wir haben großes Potenzial, wir brauchen uns vor keinem zu verstecken. Aber reden ist das eine, das andere ist, es Woche für Woche auf dem Platz zu zeigen.

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