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Benaglio: „Es hatte mich richtig erwischt“

WAZ-Interview Benaglio: „Es hatte mich richtig erwischt“

Eine verschleppte Virusinfektion hatte den Kapitän von Bord geworfen. Fast zwei Wochen lang lag Diego Benaglio mit Fieber im Bett, verlor dabei unheimlich viel Kraft. Jetzt kämpft der Torwart des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg mit einem harten Aufbauprogramm um Anschluss. Über Krankheit, Comeback-Aussichten und die Lage der Mannschaft sprach der Schweizer mit den WAZ-Sportredakteuren Engelbert Hensel und Robert Schreier.

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Die Sehnsucht, wieder mittendrin zu sein: Die ersten drei Pflichtspiele dieser Saison hat VfL-Torwart Diego Benaglio wegen einer Virusinfektion verpasst, beim nächsten möchte er dabei sein.

WAZ: Man sieht Ihnen an, dass Sie einiges an Gewicht verloren haben. Ist Ihr aktuelles Aufbautraining da die logische Folge?

Benaglio: Ganz genau weiß ich es nicht, aber es sind wohl um die drei Kilo, die ich abgenommen habe. Ich habe aber auch zwei Wochen flachgelegen. Es hatte mich richtig erwischt - mit Schweißausbrüchen und Fieber. Da verlierst du ein bisschen was. Daher ist es richtig und wichtig, dass ich jetzt aufhole, was ich verpasst habe.

WAZ: Haben Sie die Krankheit auf die leichte Schulter genommen und verschleppt?

Benaglio: Ich habe im Trainingslager in Donaueschingen zum ersten Mal etwas vom Virus gespürt, wollte aber nichts von der Vorbereitung verpassen und habe deshalb weitertrainiert. Vielleicht war‘s deshalb dann umso heftiger.

WAZ: Wann können Sie wieder mit der Mannschaft trainieren und dann auch spielen?

Benaglio: Ich hoffe sehr, dass ich nächste Woche bei Hoffenheim schon spielen kann. Aber letztlich müssen wir von Tag zu Tag die Entwicklung abwarten.

WAZ: Wie haben Sie den Saisonstart von außen verfolgt?

Benaglio: Es ist natürlich ärgerlich, dass wir nur mit einem Punkt dastehen, obwohl vier möglich gewesen wären. Das ist auch ein bisschen frustrierend. Trotz der beiden ersten Bundesliga-Spiele sehe ich uns insgesamt auf einem guten Weg. Aber wir müssen jetzt schnell die Dinge in den Griff bekommen, die nicht gut laufen.

WAZ: Konnten Sie als Kapitän trotz Ihrer Krankheit Einfluss auf die Mannschaft nehmen?

Benaglio: Ich konnte schildern, wie es von außen wirkt und habe am Samstag in der Pause versucht, den Jungs gut zuzureden. Ich versuche zu helfen, wo ich kann. Aber wenn man nicht auf dem Platz steht, ist man immer ein bisschen außen vor. Ich würde lieber aktiv im Spiel mein Bestes geben.

WAZ: Haben Sie sich um Pechvogel Junior Malanda gekümmert?

Benaglio: Klar, das ist kein schöner Moment für ihn. Aber ich habe ihm gesagt, dass er auf keinen Fall den Kopf hängen lassen soll. Ich denke aber, dass er ein Typ ist, der das wegsteckt.

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