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Bei Inter erfüllte sich ein Traum

WAZ/AZ-Serie Bei Inter erfüllte sich ein Traum

Pokalsieger und Vizemeister - Daniel Caligiuri hat mit dem VfL Wolfsburg eine überragende Saison hingelegt. In der WAZ-Serie „Der Cup und der Weg in die Champions League“ blickt der Offensivmann des Fußball-Bundesligisten auf seine bislang beste Spielzeit zurück.

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„Hatte etwas von Eiseskälte“: Daniel Caligiuri (l.) über die Viertelfinal-Partien gegen den SSC Neapel (r. Fredy Guarin).

Quelle: dpa

Jetzt, in diesen Tagen hier bei der italienischen Nationalmannschaft, will ich mir meinen Traum erfüllen und Nationalspieler werden. Ich hätte auch für Deutschland gespielt, aber ich habe immer gesagt: Wer zuerst fragt, für den spiele ich auch. Dass es jetzt die Squadra Azzurra geworden ist, hängt mit einer Nacht in Mailand zusammen. Mit unserer Nacht in San Siro, an die ich noch lange zurückdenken werde. Denn dieses Spiel gegen Inter war für mich das Highlight unserer Europa-League-Saison. Meine Familie hat auf den Rängen gejubelt, ich auf dem Rasen - nach einem Tor bei Inter. Da hat sich für mich ein Kindheitstraum erfüllt. Die Italiener haben ein bisschen gestaunt und sich gefragt: Wer ist dieser Caligiuri? Später habe ich dann mitbekommen, dass mich Verantwortliche des italienischen Verbandes beobachtet haben. Dass ich in dieser Partie für Furore gesorgt habe, ist mit ein Grund, dass ich jetzt bei der italienischen Nationalelf sein darf.

Mein Papa hat mit mir immer Italienisch gesprochen, so dass ich jetzt im Kreis dieser Spieler keine Probleme mit der Sprache habe. Viele kannte ich vorher nur aus dem Fernsehen, jetzt darf ich sie persönlich kennenlernen, das ist überragend.

Überragend - das galt auch lange für unsere Europa-Reise. Ich wollte mich immer mit den Besten messen, auf dieser Bühne kann man das, da lernst du nicht nur neue Länder, sondern auch andere Taktiken kennen. Die des SSC Neapel im Viertelfinale hatte etwas von Eiseskälte. Ich fand den Unterschied zwischen uns und ihnen zwar nicht so riesig, aber wie schnell sie nach vorn und wie schnell sie zum Torerfolg gekommen sind im Hinspiel, das hatte schon Qualität. Vor dem Rückspiel war unser Ziel: Wir halten die Null und schlagen vorn zu. Das ist lange gutgegangen, aber in der zweiten Halbzeit ist es dann passiert. Wir lagen hinten, das Aus war klar. Und dennoch: Auch in diesem Spiel hat sich gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind, dass wir zusammenhalten. Obwohl jedem klar war, dass es das mit Europa war, haben wir weiter Gas gegeben, den Ausgleich noch geschafft und somit für ein versöhnliches Ende gesorgt.

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