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„Bayern-Jäger? Das ist sehr weit weg!“

WAZ-Interview „Bayern-Jäger? Das ist sehr weit weg!“

Mit rund 20 Millionen Euro Ablöse war Luiz Gustavo der teuerste Einkauf des VfL in der vergangenen Sommerpause. Sein Debüt hatte er damals beim 4:0-Sieg gegen Schalke gefeiert, heute trifft er wieder auf die Königsblauen. Wie er und der Wolfsburger Fußball-Bundesligist sich zwischen diesen beiden Spielen entwickelt haben, verriet er im Interview mit WAZ-Sportredakteur Robert Schreier.

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Quelle: Photowerk (bas)

WAZ: Woran denken Sie, wenn der Gegner heute Schalke heißt?

Gustavo: Natürlich denke ich an mein erstes Spiel für den VfL. Es war ein sehr gutes Spiel von uns. Aber diesmal wird es wohl etwas anderes. Wir kennen die Qualität des Gegners. Ich denke, es ist ein Spitzenspiel.

WAZ: War das erste gleich Ihr bestes Spiel für den VfL?

Gustavo: Nein, das glaube ich nicht. Fürs erste habe ich ganz gut gespielt. Aber ich bin immer noch nicht zufrieden mit mir.

WAZ: Der Trainer hat Sie aber in der Vorbereitung gelobt, sieht Sie sogar als Führungsspieler. Nehmen Sie diese Rolle gern an?

Gustavo: Ich war immer ein positiver Mensch, der versucht, anderen zu helfen. Das mache ich auch bei der Arbeit. Solch eine Rolle ist nicht neu für mich. Auch bei den Bayern habe ich gesagt, wo es langgeht. Ich halte Kommunikation auf dem Platz für sehr wichtig.

WAZ: Wie schwierig ist es dann, wenn Sie jetzt beim Spiel auf Schalke einen neuen Partner an die Seite bekommen?

Gustavo: Wir haben genug Qualität für diese Position im Kader. Das wichtigste ist, dass die Spieler intelligent sind.

WAZ: Was bedeutet das?

Gustavo: Gerade auf unserer Position müssen wir immer schauen, wie der Partner spielt, wie er sich bewegt. Danach muss man entscheiden, was man selbst macht.

WAZ: Ist der VfL jetzt besser als beim Hinspiel gegen Schalke?

Gustavo: Wir sind in einer guten Verfassung und haben die Chance, da oben in der Tabelle zu bleiben. Ich denke, wir können besser spielen als in der Hinrunde und unsere Ziele erreichen.

WAZ: Was sind denn die Ziele in dieser Saison?

Gustavo: Wenn wir Fünfter oder Sechster werden, ist das ein Erfolg für den VfL. Dann spielen wir in der Europa League - das ist für viele Vereine in der Bundesliga kein schlechtes Ergebnis. Wir gehören dazu. Wir müssen nur schlau sein und unsere gute Ausgangsposition nutzen.

WAZ: Viele Außenstehende würden Platz fünf oder sechs nicht als Erfolg sehen. Die Rede ist von Wolfsburg als Bayern-Jäger Nummer 1...

Gustavo: Ach, die Bayern sind noch sehr weit weg! Ich habe in diesem Verein gespielt. Keine Mannschaft in der Bundesliga kann sich mit den Bayern vergleichen. Die Bayern leben für Titel. Hier haben wir große Ziele, und ich freue mich, ein Teil dieser Entwicklung zu sein. Aber wir müssen noch sehr hart arbeiten, bis wir ganz da oben angreifen können.

WAZ: Sie sind gerade Teil einer großen WM-Kampagne, zieren Werbeplakate in Brasilien. Was denken Sie, wenn Sie sich da so sehen?

Gustavo: Die Fotos sind wunderschön. Es ist ein Traum für jeden Spieler. Man muss sich mal vorstellen, wie viele gute Spieler wir in der brasilianischen Nationalmannschaft haben. Und ich bin in dieser Gruppe. Das macht mich sehr froh, und ich gebe alles, um dort zu bleiben. Man spürt schon überall, dass die WM nicht mehr weit entfernt ist.

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