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„Auf Dauer ist es mein Ziel, hier zu spielen“

VfL Wolfsburg „Auf Dauer ist es mein Ziel, hier zu spielen“

Er ist jung, talentiert und soll Wolfsburgs Nummer 1 Diego Benaglio Druck machen. Im WAZ-Trainingslager-Interview in Bad Ragaz sprach der 23-Jährige über seine Ziele, sein Hobby und sein Vorbild.

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Das Trainingslager-Interview mit dem neuen VfL-Torhüter Koen Casteels

Quelle: B. Baschin

Noch kann zeigt Koen Casteels nur einen Teil seines Könnens zeigen. Grund: Der VfL-Neuzugang musste sich nach der Saison eine Schraube herausoperieren lassen, die dem Belgier nach seinem Schienbeinbruch eingesetzt worden war.

WAZ: Können Sie Ihr rechtes Bein schon wieder voll belasten?
Casteels: Ich kann eigentlich alles machen. Nur wenn ich mit dem Knie mit dem vollen Körpergewicht über den Rasen rutsche, merke ich noch ein bisschen etwas. Das habe ich vor zwei, drei Tagen gemacht, danach hat sich der Schleimbeutel ein bisschen entzündet, deshalb verzichte ich im Training jetzt auf Eins-gegen-Eins-Situationen.

WAZ: Als Sie im vergangenen halben Jahr vom VfL an Werder Bremen ausgeliehen waren, hieß es, dass die Bremer sie länger halten wollen. War das ernsthaft ein Thema?
Casteels: (schmunzelnd) In der Presse war es ein großes, aber für mich war klar: Ich gehe im Sommer zum VfL.

WAZ: Da werden Sie aber wohl nicht wie in Bremen spielen können, Diego Benaglio ist die Nummer 1…
Casteels: Das Ziel jedes Spielers ist es, zu spielen. Dafür trainiert man, dafür macht man alles.

WAZ: Als Max Grün kam, wusste er, dass er der Ersatz von Benaglio ist. Was hat man Ihnen gesagt?
Casteels: Mir ist nicht gesagt worden, dass ich als erster, zweiter oder dritter Torwart komme, sondern es wurde gesagt: ,Alles ist offen, gib’ einfach dein Bestes’. Diego Benaglio hat viel für den Verein geleistet, auf Dauer ist es aber natürlich auch mein Ziel, hier zu spielen.

WAZ: Gibt’s einen Torhüter, der für Sie ein Vorbild ist?
Casteels: Früher war das immer Edwin van der Sar. Er war immer solide.

WAZ: Van der Sar war ein Vorreiter in Sachen modernes Torwartspiel, Sie sind auch jemand, der als Torhüter mitspielt.
Casteels: Das war schon in meiner Jugend so, das wurde damals in Genk einfach gefordert.

WAZ: Waren Sie immer schon Torhüter?
Casteels: Nein, angefangen habe ich mit vier oder fünf Jahren als Feldspieler. Der Verein hat an einem Tag in der Woche Torwarttraining mit den Spielern gemacht und ich wollte ohnehin mehr trainieren. Da bin ich dann auch hin, danach habe ich eine Halbzeit lang als Feldspieler gespielt und in der anderen stand ich im Tor. Erst mit neun oder zehn Jahren bin ich Torhüter geworden.

WAZ: Weil Sie immer größer waren als Ihre Mitspieler?
Casteels: Ja, aber das war nicht der Grund, die Position hat mir immer Spaß gemacht.

WAZ: Was macht Ihnen außer Fußball noch Spaß?
Casteels: Vor zwei Jahren habe ich angefangen, Golf zu spielen. Dabei schalte ich komplett ab. Wenn wir zurück in Wolfsburg sind, werde ich mir einen Platz suchen.

Interview: Engelbert Hensel

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