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Auch mit Gomez: Vorne fehlt (noch) was

VfL Wolfsburg Auch mit Gomez: Vorne fehlt (noch) was

Wolfsburg. Erst zum zweiten Mal in seiner nun fast 20-jährigen Geschichte in der Fußball-Bundesliga hat es der VfL geschafft, die ersten beiden Spieltage einer Saison ohne Gegentreffer zu überstehen. Das ist gut, und es war am Samstag beim 0:0 gegen den 1. FC Köln vor allem ein Verdienst von Torwart Koen Casteels.

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Bundesliga: Der VfL Wolfsburg zeigt beim 0:0 gegen Köln Schwächen, die aus der Vorsaison bekannt sind

Quelle: Gero Gerewitz

Weniger gut: Im Spiel nach vorn traten vor 29.100 Zuschauern im ersten Heimspiel der Saison die Probleme aus der vergangenen Spielzeit wieder auf. Trotz Mario Gomez. Vielleicht auch wegen Mario Gomez.

Ganze zwei Torschüsse gelangen dem Nationalspieler, der über 90 Minuten auf dem Feld blieb. Beim ersten drehte er sich nach schöner Ballbehauptung von Daniel Caligiuri stark um den Gegenspieler herum, verschaffte sich so eine gute Schusspostion, bekam mit links aber keinen druckvollen Abschluss hin. Das war in der vierten Minute. Es blieb seine gefährlichste Aktion.

Der VfL dominierte danach, hatte klares Ballbesitz-Plus, entwickelte daraus aber zu wenig Chancen - das Hauptproblem der vergangenen Saison ist also immer noch da. Nach Balleroberungen fehlte oft das Tempo im Spiel, um gegen die tiefstehenden Kölner in Abschlussnähe zu kommen. Julian Draxler dribbelte gut - aber zu selten.

Daniel Didavi war abschlussfreudig - aber unpräzise. Die Joker Josip Brekalo und Bruno Henrique belebten das Flügelspiel - fanden aber innen keine Abnehmer. Das Kölner Umkehrspiel mit schnellen Steilpässen war unterm Strich gefährlicher.

Und Gomez? „Er konnte noch nicht der Mario Gomez sein, der bei 100 Prozent ist“, sagte Manager Klaus Allofs. Der Mittelstürmer hatte zwar einen guten Aktionsradius, aber noch nicht alle seine Laufwege wurden von seinen Mitspielern verstanden - dass mit ihm die Offensive besser werden wird, war darum vorerst nur zu erahnen. Ein ein paar Prozent Explosivität im Strafraum fehlten auch noch. „Die letzte Entschlossenheit hat gefehlt, damit wir ein Tor machen. Es war klar, dass das kein Feuerwerk wird, ich habe mit vielen zum ersten Mal gespielt“, meinte Wolfsburgs neue Nummer 33. „Die Abstimmung mit seinen Mitspielern muss einfach noch besser werden. Er ist darauf angewiesen, was die Kollegen ihm zuspielen“, befand Trainer Dieter Hecking. Und da fehlt eben noch was, weswegen „unterm Strich das 0:0 gerecht war“.

In dieser Woche wird an der Abstimmung gearbeitet, in der vergangenen war das nicht durchgehend möglich, weil viele VfLer bei ihren Nationalmannschaften waren. Gomez selbst hatte abgesagt, um nach der Muskelverletzung aus dem EM-Viertelfinale gegen Italien wieder in Form zu kommen. „Ich wusste in vielen Situationen nicht, wann die Flanke kommt. Ich bin aber froh, dass ich 90 Minuten spielen konnte, weil jede Minute bei der Abstimmung mit den Kollegen auf dem Platz hilft“, meinte der Torjäger, dessen Leistung Hecking, wie die des gesamten Teams, als „ausbaufähig“ bezeichnete.

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