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Arnold im Interview: „Bin ja nicht blöd...“

VfL Wolfsburg Arnold im Interview: „Bin ja nicht blöd...“

Eigengewächs, Senkrechtstarter, Publikumsliebling - die Entwicklung von Maxi Arnold war in den vergangenen Jahren steil bergauf verlaufen. In den vergangenen Monaten aber stockte sie. Wie der Mittelfeldspieler des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg seine Situation sieht und welche Ziele er für 2015 hat, verriet er WAZ-Sportredakteur Robert Schreier im Interview.

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Im Schatten von Kevin De Bruyne: VfL-Mittelfeldspieler Maxi Arnold (l.) hat nicht mehr so viele Einsatzzeiten.

Quelle: imago sportfotodienst

WAZ : Über die Feiertage ist meist Zeit, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Wie sieht dabei Ihr Fazit aus?
Arnold : Viel Zeit hatte ich um Weihnachten herum nicht. Es standen viele Familienbesuche an. Aber ein paar Gedanken kommen dann doch. Natürlich sind die vergangenen drei Monate für mich nicht optimal verlaufen. Ich wünsche mir schon, dass sich wieder etwas ändert

WAZ : Woran liegt es, dass Ihre Einsatzzeiten gesunken sind?
Arnold: Das ist schwer zu sagen.

WAZ : Geben Sie sich selbst eine Schuld daran?
Arnold : Ich denke nicht, dass ich mein Spiel komplett umstellen muss. Ich verhalte mich nicht anders als vor einem Jahr. Mich ärgert es natürlich, dass ich weniger spiele, aber ich versuche, locker zu bleiben. Der Trainer entscheidet, wer in der Startelf steht.

WAZ: Sehen Sie den Konkurrenzkampf mit Kevin De Bruyne als aussichtslos an?
Arnold : Kevin hat Weltklasse-Format. Es wäre fatal, wenn ich sagen würde, dass ich besser bin als er. Und das bin ich auch auf keinen Fall.

WAZ : Wäre der offensive Part in einer Doppelsechs dann nicht die ideale Rolle für Sie?
Arnold : Ich möchte mich gar nicht auf eine Position festlegen. Die Sechs macht mir Spaß, da hat man viele Ballkontakte...

WAZ : Sprechen Sie mit dem Trainer über Ihre Situation?
Arnold : Nein.

WAZ : Weil Sie die Lage auch so einordnen können?
Arnold : Ja, ich bin ja nicht blöd. Ich kann das alles ganz gut einschätzen. Wenn‘s gut läuft, dann klappt alles. Zuletzt lief es für mich persönlich leider in die andere Richtung. Aber ich mache mich nicht verrückt. Der Erfolg der Mannschaft steht im Vordergund, und die Qualität bei uns hat sich enorm entwickelt. Es ist schwieriger geworden, und es gehört dazu, dass man auch mal draußen sitzt.

WAZ : Wann werden Sie unruhig?
Arnold : Das kann ich nicht sagen. Ich möchte wieder in die Mannschaft. Aber wenn ich am 30. Januar gegen die Bayern nicht spiele, sage ich bestimmt nicht, dass ich den Verein verlasse. Solche Gedanken schließe ich aus.

WAZ : Spüren Sie, dass Sie und Robin Knoche von den Fans immer noch anders wahrgenommen werden als andere Profis?
Arnold : Ja, das ist absolut so. Und es ist schon geil, in manchen Spielen hatte ich Gänsehaut deswegen. Mich freut es umso mehr, dass der Rückhalt auch jetzt da ist, wenn es nicht rund läuft.

WAZ : Sie sind lange beim VfL - wie erleben Sie diesen sportlichen Höhenflug?
Arnold : Es ist ein Supergefühl, dass der VfL jetzt ganz anders wahrgenommen wird. Man darf nicht vergessen, dass da mittlerweile zwei Jahre harter Arbeit drin stecken. Es kommt ja keiner, der mit dem Finger schnippst und alles funktioniert.

WAZ : Träumen Sie von der Champions League?
Arnold : Klar! Welcher Fußballer tut das nicht? Aber wir haben in der Rückrunde harte Spiele vor uns. Das Highlight gibt‘s gleich zu Beginn gegen die Bayern. Da brauchen wir einen Supertag.

WAZ : Wann sagen Sie, dass es eine gute Saison war?
Arnold : Eine Prognose kann und möchte ich nicht abgeben. Natürlich wäre es eine starke Saison, wenn wir in allen drei Wettbewerben den größtmöglichen Erfolg schaffen.

WAZ : Und für Sie persönlich?
Arnold : Für mich wäre das Gefühl dann noch besser, wenn ich ein paar Mal in der Startelf gestanden habe.

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