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Allofs nimmt die Stars in die Pflicht

VfL Wolfsburg Allofs nimmt die Stars in die Pflicht

Wolfsburg. Dieter Hecking ist weg - aber noch bevor Klaus Allofs dem Trainer mitteilte, dass er gehen muss, nahm sich der VfL-Manager die zuletzt so schlappen Profis zur Brust. Deutlich wie lange nicht sagte Allofs, was er jetzt erwartet. Zudem wurde der freie Tag in dieser Woche gestrichen.

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Sucht einen neuen Trainer und neue Einsatzbereitschaft: VfL-Manager Klaus Allofs.

Quelle: Imago

„Die Situation, in der wir jetzt stecken, sollte auch dem Letzten die Augen geöffnet haben“, sagte Allofs - und nahm die schwächelnden Stars in die Pflicht: „Es gibt jetzt kein Abwarten mehr. Das Spiel in Darmstadt ist eine Schlacht, im übertragenen Sinne.“ Die hätte es schon gegen Leipzig „geben müssen“. Es gab sie aber nicht, vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit war die Leistung unterirdisch, die Fans waren sauer wie lange nicht.

Nach dem Sturz auf Platz 14 und nur sechs Punkten aus den ersten sieben Spielen steht vieles in Frage. Allofs‘ Transferbilanz seit dem Pokalsieg 2015 ist nicht gut, zu viele Neuverpflichtungen erwiesen sich nicht als Verstärkung oder blieben den Beweis ihrer Klasse schuldig. Zu den positiven Ausnahmen gehören der noch verletzte Daniel Didavi und der junge Josip Brekalo, der aber auch noch Konstanz nachweisen muss. Vor allem Top-Stars tun sich schwer, ihr Potenzial abzurufen - das gilt auch für André Schürrle, der vorm Pokalsieg kam und mittlerweile nicht mehr da ist.

Die aktuellen Top-Stars heißen Julian Draxler und Mario Gomez, die noch keine Schlüsselspieler, sondern vielmehr aus verschiedenen Gründen Problemkinder sind. Vor allem sie stehen jetzt in der Pflicht, die von Allofs geforderten Grundtugenden zu zeigen. Das Keller-Duell am Samstag in Darmstadt ist „kein Spiel in dem Sinne, es geht darum, jeden Meter auf dem Platz zu beackern, jeden Zweikampf zu gewinnen und sich über die Summe der Zweikämpfe ein Übergewicht zu erzwingen. Auch dann kann man verlieren oder remis spielen. Aber die Wahrscheinlichkeit wird geringer, nicht erfolgreich zu sein“, so Allofs, der am Montag monierte, dass die Mannschaft nicht in jedem Spiel an ihre Grenzen gegangen sei - eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Der VfL braucht zwingend wieder Siege, sonst muss das Saisonziel (internationales Geschäft) schon bald revidiert werden. Allofs: „Es gibt jetzt kein Kalkulieren mehr, sondern es geht jetzt um Alles oder Nichts, so muss man jetzt agieren - aber mit Verstand.“

Zudem nahm der Manager die erfahrenen Profis im VfL-Kader in die Pflicht: „Die Forderung an Mario Gomez, Luiz Gustavo, Julian Draxler und Jeffrey Bruma muss jetzt sein, dass sie vorweggehen - auch wenn man gerade eigene Probleme hat.“

eh/apa

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