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Allofs eröffnet den Poker um Schürrle

VfL Wolfsburg Allofs eröffnet den Poker um Schürrle

Wolfsburg/Dortmund. Er will zu Vizemeister Borussia Dortmund – aber darf André Schürrle das am Ende auch? Klaus Allofs, der Manager des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten, bleibt hartnäckig. Gleichzeitig hat er gestern die Tür für einen Wechsel des Wolfsburger Nationalspielers ein Stück weit aufgestoßen. Sein Nein klingt gefühlt nicht mehr so hart wie noch in den vergangenen Tagen. Der Poker beginnt...

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Spielt er im nächsten Jahr nicht mehr beim VfL? Wolfsburgs Weltmeister André Schürrle will nach Dortmund.

Quelle: Boris Baschin

Der erfahrene Manager betont im Gespräch mit der WAZ zwar weiterhin: „Wir wollen André behalten und uns mit ihm in der neuen Saison wieder für die Champions League qualifizieren.“ Andererseits bestätigte er das Dortmunder Interesse: „Es ist offensichtlich, dass man sich von Dortmunder Seite Gedanken gemacht hat – allein schon aufgrund der Vergangenheit mit Tuchel.“ Und: „Man darf den wirtschaftlichen Faktor nie außen vorlassen.“ Dann schränkt Allofs wieder ein: „Aber wir haben keine Zwänge. Es ist nicht so, dass wir aus finanziellen Gründen handeln müssen.“ Klingt wie Poker.

25 Millionen Euro plus Nachschlag haben die Dortmunder angeblich bereits für Schürrle geboten. „Dazu sage ich nichts“, wollte Allofs das weder bestätigen noch dementieren. Klar ist: Der Manager ist in einer glänzenden Verhandlungsposition, zumal er Schürrle (hat noch bis 2019 Vertrag in Wolfsburg) nicht verkaufen muss, wie er immer wieder betont.

Allofs scheint einem Transfer nicht mehr ganz so abgeneigt gegenüberzustehen wie noch Ende Mai, als die ersten Spekulationen mit Schürrle und dem BVB aufgekommen waren. Denn jetzt könnte sich die Sache dahin entwickeln, dass der VfL so viel Geld bekommt, wie er für Schürrle (konnte nur im vergangenen halben Jahr in Wolfsburg überzeugen) mal an Chelsea überwiesen hat – 32 Millionen Euro.

Dortmunds Trainer Thomas Tuchel hatte Schürrle einst in Mainz zum Bundesliga-Spieler gemacht. Er will ihn – und Schürrle will zu ihm. Finanziert werden soll das Ganze mit einem Großteil der Kohle, die der BVB für Henrikh Mkhitaryan (wechselt wohl für 42 Millionen Euro zu Manchester United) bekommen soll. Übrigens: Auch bei dessen Wechsel hatte es zunächst geheißen: Er bleibt!

von Engelbert Hensel

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