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Allofs: Keine Deadline für Ismaël

VfL Wolfsburg Allofs: Keine Deadline für Ismaël

Wolfsburg. Wie geht‘s mit Interimstrainer Valérien Ismaël beim VfL weiter? Darf er den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten über das Leverkusen-Spiel am Samstag (15.30 Uhr) hinaus trainieren oder muss er seinen Platz an der Seitenlinie danach wieder räumen?

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Luft in der Trainerfrage: Valérien Ismaël (M.) kann weitermachen, im Hintergrund sondiert der VfL Kandidaten wie Paulo Sousa (l.) und Lucien Favre.

Quelle: Imago

„Wir wollen die Zeit nutzen und ihn uns in den nächsten Wochen anschauen. Aber wir werden auch andere Alternativen anschauen“, so Manager Klaus Allofs am Donnerstag. Alternativen wie Paulo Sousa und Lucien Favre?

Bei Sousa (AC Florenz) wurde vorgefühlt (WAZ berichtete), nach einem Bericht des Kicker ebenso bei Lucien Favre (Nizza). Tendenz in beiden Fällen: Das wird nichts. Aber die Beispiele zeigen, in welche Richtungen die VfL-Überlegungen gehen. Der Portugiese und der Schweizer sind gestandene Trainertypen, Bundesliga-Erfahrung - Sousa als Spieler in Dortmund, Favre als Hertha- und Gladbach-Trainer - haben beide ebenfalls.

Klar ist: Der Pokalsieg in Heidenheim hat etwas Druck aus der Suche herausgenommen - Druck, der sehr schnell wieder größer wird, wenn‘s in den beiden Partien vor der Länderspiel-Pause (gegen Leverkusen und in Freiburg) schief-läuft. Fällt dann eine Entscheidung? Allofs: „Wir haben keine Deadline.“

Dass es erst mal mit Ismaël weitergeht, finden die VfL-Profis auf jeden Fall gut. „Ich will kein Manager sein und bin nicht dafür zuständig, über die Zukunft des Trainers zu entscheiden, aber ich kann sagen, dass er uns richtig gut pusht und uns emotional packt“, lobte Mario Gomez nach dem Heidenheim-Spiel die Einstellung Ismaëls und fügte hinzu: „Er ist ein sehr guter Typ. Jetzt müssen wir über Ergebnisse zu alter Stärke finden.“ Und das Ergebnis im Pokal hat schon mal gestimmt. Daran gilt es jetzt anzuknüpfen.

Aber nicht nur für Gomez, der unter Ismaël seine ersten beiden VfL-Tore erzielt hatte, ist der 41-Jährige der richtige Mann auf der Bank. Auch Kapitän Diego Benaglio ist vom Auftreten des Coaches angetan. „Er macht seine Aufgabe hervorragend. Es ist sicherlich nicht leicht in so kurzer Zeit. Jetzt wollen wir seine Spielphilosophie schnellstmöglich umsetzen und verinnerlichen“, betont der Torhüter.

Nur noch am Freitag kann Ismaël Zeit seine Mannschaft auf das Spiel am Samstag vorbereiten. Einer ist schon ganz heiß und will gegen Bayer das nächste Erfolgserlebnis einfahren und dem Trainer so den Rücken stärken. „Wir müssen schauen, dass wir gegen Leverkusen nachlegen. Dann kommt alles andere von allein“, sagt Maxi Arnold. Damit meint der Mittelfeldspieler die Entscheidung für oder gegen Ismaël. „Er ist ein emotionaler Mensch und macht einen sehr guten Eindruck“, findet das VfL-Eigengewächs.

Für Yannick Gerhardt war der Trainerwechsel eine ganz neue Situation. „So etwas habe ich selbst noch nicht miterlebt“, sagte der 22-Jährige Ex-Kölner. Vor allem von Ismaëls sportlicher Karriere ist er beeindruckt. „Er hat in seinem Leben sehr viel erreicht. Da wirken seine Ansagen ziemlich authentisch. Er hat hat eine klare Spielphilosophie, lässt sich nicht von seinem Weg abbringen und spricht Dinge klar an“, so Gerhardt.

mwe/eh

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