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Allofs: „Ein Fehler, den Max nicht machen darf“

VfL Wolfsburg Allofs: „Ein Fehler, den Max nicht machen darf“

Vielleicht war es ganz gut, dass Klaus Allofs am Samstag wegen seiner Innenraumsperre nicht wie gewohnt nach dem Spiel vor die Medien treten konnte. Der Manager des VfL hätte nach dem 0:2 gegen Augsburg wenig sagen können, was er nicht auch eine Woche zuvor nach dem 2:3 in Bremen gesagt hatte.

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Neuer Blickwinkel: VfL-Manager Klaus Allofs musste das Spiel am Samstag von der Tribüne aus verfolgen.

Quelle: Photowerk (bb)

Am Sonntag sprach Allofs dann wieder öffentlich - und bekräftigte, dass dem Wolfsburger Fußball-Bundesligisten nach der Saison ein Umbruch ins Haus steht.

Das Augsburg-Spiel habe „noch einmal die vergangenen Wochen bestätigt“, der VfL habe es nach Vizemeisterschaft und Pokalsieg „nicht geschafft, auf diesem hohen Niveau zu bestehen.“ Veränderungen sind nötig, wie groß diese ausfallen, so Allofs, „hängt davon ab, wie wir mit bestehenden Verträgen umgehen.“ Heißt im Klartext: Erst wenn wir wissen, wen wir loswerden, können wir überlegen, wen wir alles dazu holen. Unter diesem Aspekt ergibt es auch Sinn, dass Allofs bei Luiz Gustavo und Ricardo Rodriguez (beide haben Ausstiegsklauseln) auf eine schnelle Entscheidung drängt (WAZ berichtete).

Dass beide am Samstag schwach spielten, passte ebenso ins momentan unschöne Bild des VfL wie der Fehler von Max Kruse vorm schnellen Gegentor. Ein Fehler, so befand Allofs, „den Max als Nationalspieler nicht machen darf“. Dass er bei der besten Chance auch noch die Latte traf, machte den für Kruse gebrauchten Tag komplett. Ob sich jetzt für den nach privaten Turbulenzen völlig außer Tritt geraten Offensiv-Mann ein Abnehmer finden lässt, gehört auch zu den offenen Fragen beim VfL-Umbruch. Von Kruse-Interessenten hört man zumindest nur vage, die amerikanische Major League Soccer könnte ein mögliches Ziel sein.

Ziele in dieser Saison gibt es für den VfL nicht mehr, der europäische Wettbewerb ist ebenso nur noch theoretisch erreichbar wie der Relegationsplatz 16. Dass Schalke am Samstagabend verlor, wurde zur Randnotiz. Trainer Dieter Hecking: „Wenn du deine Aufgaben selbst nicht erledigst, ist es müßig, über andere Teams zu sprechen.“

Kurzum: Stimmung, Lage und das nach dem Abpfiff Gesagte bleiben beim VfL nach dem jetzt sechsten sieglosen Spiel in Folge unverändert. Tribünengast Allofs fasste es so zusammen: „Es sah von oben genauso schlecht aus, wie es von unten ausgesehen hätte...“

apa/mäk

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