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Ärgerlich: Der VfL verliert mit 0:1 bei den Bayern

VfL Wolfsburg Ärgerlich: Der VfL verliert mit 0:1 bei den Bayern

Das war auch für den FC Bayern ein hartes Stück Arbeit. Gegen einen exzellent eingestellten VfL Wolfsburg musste sich der Champions-League-Sieger mit einem unspektakulären 1:0 (0:0) begnügen, das nicht zur Ablösung vom punktgleichen Rivalen Borussia Dortmund an der Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga genügte.

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Wieder nichts bei den Bayern: Diego (l.) und Co. verloren mit 0:1 gegen München mit Franck Ribéry.

Das Tor des Tages erzielte vor 71.000 Zuschauern in der ausverkauften Münchner Arena Nationalspieler Thomas Müller in der 63. Spielminute nach der schönsten Kombination des Spiels. Wolfsburg hielt die Partie lange offen, konnte die vierte Niederlage im vierten Auswärtsspiel der Saison aber nicht verhindern. VfL-Trainer Dieter Hecking hatte die in München weiter sieglosen Niedersachsen sehr gut eingestellt. Mit zwei engmaschigen Viererketten verdichteten die Niedersachsen die Räume, gaben den Bayern so mit großer Laufbereitschaft kaum Platz für Passwege. Dazu behaupteten sich die Gäste in den Zweikämpfen, ganz besonders der sehr aufmerksame und agile Ex-Nationalspieler Christian Träsch im Duell mit Franck Ribéry.

Auch die erste große Torszene des Spiels hatten die Wolfsburger: München-Rückkehrer Luiz Gustavo kam nach einer Ecke von Ricardo Rodriguez im Strafraum frei zum Kopfball, aber Nationaltorhüter Manuel Neuer konnte parieren (7.). In der Folge sorgten in erster Linie kleinere, mit Gelben Karten bestrafte Nickligkeiten von Bastian Schweinsteiger (25.) und Wolfsburgs Spielmacher Diego (27.) für einige Emotionen. Ansonsten war es bis zur Pause eine zähe Partie ohne großer Aufreger, allerdings musste der Ex-Münchner Ivica Olic kurz vor der Pause im eigenen Strafraum gegen den einschussbereiten Arjen Robben klären (42.). Das 0:0 zur Pause entsprach der Wolfsburger Kompaktheit.

Man könnte sagen, es war wie immer – am Ende hat der FC Bayern in München den VfL wieder einmal besiegt. Doch das 1:0 (0:0) am Samstag war in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Weil Wolfsburgs Fußball-Bundesligist viel richtig machte. Und weil der Triple-Sieger einen Moment der VfL-Unachtsamkeit brauchte, um durch Thomas Müller im zwölften Liga-Heimspiel des Jahres den zwölften Sieg einzufahren.

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Nach dem Seitenwechsel bemühten sich die Bayern, den Druck mit größerem Spieltempo und mehr Zielstrebigkeit zu erhöhen. Es fehlte aber häufig an der Präzision. Wolfsburg konterte nun, nach Flanke des auch offensivstarken Träsch bot sich Marcel Schäfer eine hervorragende Kopfballchance, die er jedoch vergab (60.). Mit Toni Kroos und Xherdan Shaqiri für Schweinsteiger und Robben versuchte Bayern-Coach Pep Guardiola, dem Münchner Angriffsspiel notwendige neue Impulse zu geben. Der Schachzug ging gleich in der ersten Aktion auf, denn eine wunderbare Ballstafette über Kroos, Shaqiri und Ribéry schloss Müller mit seinem ersten Liga-Saisontor ab. Die hochkarätige Ersatzbank, auf der Mario Götze 90 Minuten saß, hatte sich für den Champions-League-Sieger optimal ausgezahlt.

Der Bann war gebrochen. Wolfsburg fehlten Kraft und Überzeugung, um zurückzuschlagen. Naldos Kopfball wurde zur sicheren Beute des aufmerksamen Neuer (84.). Zuvor hätte Mario Mandzukic (80.) die Partie entscheiden müssen. Aber der Ex-Wolfsburger schoss nach feinem Zuspiel von Shaqiri zu schwach, Naldo konnte klären.

dpa

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