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Abgeschoben, ausgeliehen und plötzlich wieder Leistungsträger

WAZ-Serie Abgeschoben, ausgeliehen und plötzlich wieder Leistungsträger

Es gibt in der Fußball-Bundesliga Dinge, die glaubt man erst, wenn sie wirklich passiert sind. Dass ein Ball durch ein Loch im Netz ins Tor geht, zum Beispiel. Dass Bayern kein Bundesliga-Spiel verliert. Oder dass Patrick Ochs nochmal ein Leistungsträger beim VfL Wolfsburg wird.

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Wieder da: VfL-Überraschung Patrick Ochs.

Im Sommer gehörte Ochs zur Kategorie „Ach, der ist ja auch noch da.“ Von Felix Magath 2011 aus Frankfurt geholt, ging‘s für den Ur-Hessen in Wolfsburg erst mal gut los - bis zu einem Spiel gegen Mainz, bei dem er früh ausgewechselt wurde. Danach war seine gute Zeit beim VfL erst mal vorbei. Mal war er nicht im Kader, mal reichte es für einen Kurzeinsatz, schließlich wurde er zur Reserve abgeschoben. Fágner, Makoto Hasebe, Christian Träsch - die Konkurrenz auf seiner Position war groß.

Die Ausleihe nach Hoffenheim erschien dann als Rettung, aber nach nur acht Startelf-Einsätzen in der Bundesliga hatten die Kraichgauer keinen Bedarf mehr. Also wieder nach Wolfsburg, wo er noch bis 2015 unter Vertrag steht - und wo der neue Trainer Dieter Hecking unvoreingenommen mit ihm umgeht.

Schon in der Saisonvorbereitung 2013 deutet sich dann die Überraschung an. Fágner darf gehen, Hasebe darf gehen - Ochs bleibt, ist hinter Träsch Rechtsverteidiger Nummer 2 und bekommt Lob von Hecking.

Als Träsch dann nach starken Spielen ausfällt, ist die Angst groß. Kann Ochs ihn ersetzen? Er kann. Endlich zeigte er wieder die Leistungen, die ihn vor acht Jahren zum U-21-Nationalspieler und zu einem der Top-Talente auf seiner Position gemacht hatten.

Zum Rückrunden-Auftakt wird Ochs gesperrt fehlen, Träsch ist bis dahin wahrscheinlich wieder fit. Und dann? „Das wird ein Konkurrenzkampf“, glaubt Hecking. Einer auf hohem Niveau, auf einer ehemaligen Problemposition des VfL. Auch das glaubt man erst, wenn es wirklich passiert ist.

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apa

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