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96-Chef Kind: „Wir wollen Platz drei bis sechs erreichen“

WAZ-Interview 96-Chef Kind: „Wir wollen Platz drei bis sechs erreichen“

Er ist eines der markantesten Gesichter der Fußball-Bundesliga. Der Geschäftsführer von Hannover 96, Martin Kind, hat eine Meinung – und er sagt sie auch. Er ist unbequem, ehrlich, direkt, und er hat einen großen Anteil an der positiven Entwicklung seines Vereins. Im Gespräch mit WAZ-Sportredakteur Robert Schreier blickt Kind auf das Duell mit dem VfL und die Saison voraus.

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96-Chef: Martin Kind.

WAZ: Am Samstag beginnt die Saison mit dem Niedersachsen-Duell. Steigt bei Ihnen die Anspannung?

Kind: Ich finde es gut, dass es endlich losgeht. Die Vorbereitung und die Testspiele sind ein Muster ohne Wert. Am Samstag wird man erste richtige Bewertungen vornehmen können.

WAZ: In Niedersachsen balgen sich nun drei Vereine innerhalb von 80 Kilometern - welchen Platz findet da Hannover?

Kind: Ich finde es gut, dass der Norden inzwischen die meisten Mannschaften stellt. Und ich freue mich, dass Braunschweig aufgestiegen ist. Das gibt ein weiteres Derby. 96 sehe ich als Marke mit Tradition, die aber modern und leistungsorientiert ist. Ich bin dankbar, dass wir schon das zwölfte Jahr in der Bundesliga spielen. Damit haben wir uns etabliert und sollten mutig sein.

WAZ: Das bildet sich auch in den Ansprüchen ab?

Kind: Nein, in den Zielen. Die sollten für uns das internationale Geschäft bedeuten. Wir wollen die Plätze drei bis sechs erreichen.

WAZ: Das klingt aber in der Tat nach gestiegenen Ambitionen...

Kind: Es ist wichtig, Ziele zu definieren. Das gibt eine bessere Orientierung. Aber wenn wir sie nicht erreichen, ist das für unseren Verein kein Problem.

WAZ: Der VfL will auch nach Europa, sagt es aber nicht so direkt...

Kind: Der Neuaufbau in Wolfsburg verspricht aber berechtigte Hoffnung auf diese Plätze. Ich kenne Dieter Hecking als sehr engagierten Trainer. Er passt als Norddeutscher perfekt zum VfL.

WAZ: Hannover und Wolfsburg sind also auf Augenhöhe?

Kind: Nein, wir sind zwar in Hannover mittlerweile wirtschaftlich auch stabil. Aber die Rahmenbedingungen in Wolfsburg sind besser.

WAZ: Sind Sie neidisch?

Kind: Nein, das gilt es einfach zu respektieren. Wir begrüßen das Modell des VfL ja ausdrücklich.

WAZ: Dass ein großer Konzern hinter dem Verein steht?

Kind: Ja, dadurch ist der VfL ein toller Verein mit einem super Eigentümer. Für die wirtschaftlich starke Region ist der Fußball ein ganz wichtiger Indikator. Der Standort gewinnt durch den VfL. Der VW-Konzern hat vor einigen Jahren eine gute Entscheidung getroffen, sich so stark zu engagieren.

WAZ: Wer ist am Samstag auf dem Platz der Favorit?

Kind (lacht): Ja, genau das ist die Frage. Derbys sind immer speziell. Mirko Slomka und Dieter Hecking sind sehr ehrgeizig. Es wird ein spannendes Spiel und ein enger Ausgang.

WAZ: Hat Hannover den besseren Stürmer auf dem Feld?

Kind: Wir haben mit Mame Diouf einen für uns sehr wichtigen Spieler. Das hat er mit seiner Torquote bewiesen. Wir wollen mit ihm verlängern.

WAZ: Aber er hat mit dem VfL verhandelt und war schon fast in Wolfsburg, wäre er nicht wieder aus dem Auto seines Beraters gestiegen, hört man...

Kind: Das ist eine Geschichte, die ich nicht abschließend beurteilen kann. Gehört habe ich auch etwas, aber wir waren als Verein da nicht so involviert.Aber klar, bei einer Summe X wären wir gesprächsbereit für einen Transfer gewesen.

WAZ: Ist er genau so gut wie vor dem Vertragspoker?

Kind: Ja, er ist Profi. Er weiß, dass sein Marktwert nur steigt, wenn er Leistung bringt.

WAZ: Hatten Sie im Sommer Interesse an Spielern des VfL?

Kind: Wir haben mal über einige Wolfsburger Spieler gesprochen, aber das wurde nicht konkret.

WAZ: Wollen Sie Innenverteidiger Alexander Madlung?

Kind: In der Vergangenheit ja, aktuell nicht.

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