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6:0 gegen Bremen: Dieser Sieg war nicht normal

VfL Wolfsburg 6:0 gegen Bremen: Dieser Sieg war nicht normal

Wo Trainer sonst ihre ersten Spielanalysen kundtun, beschränkte sich Dieter Hecking am Samstag auf ein schlichtes „Alles gut“.

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Das erste seiner beiden Tore: Max Kruse (r.) verlängerte den Vieirinha-Freistoß zum 2:0 ins lange Eck.

Quelle: Imago

Weil es auf der Pressekonferenz nach dem 6:0-(2:0)-Sieg gegen Werder Bremen dann aber doch ein paar Nachfragen gab, konnte der Trainer des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg zumindest teilweise erklären, warum dieser Sieg nicht normal war.

♦ Es war der höchste Sieg des VfL in der VW-Arena, nur im alten VfL-Stadion hatte es zuvor Erfolge mit sechs Toren Differenz gegeben. Und das alles, nachdem Trainer und Manager die Einstellung der Mannschaft öffentlich kritisiert hatten. Ungewöhnlich: Hecking machte nach dem Spiel gleich mal klar, wie groß der VfL-Ehrgeiz ist: „Vielleicht waren wir auch zu anspruchsvoll, vielleicht fordern wir die Mannschaft schon zu viel. Aber wir wollen zu den besten Mannschaften in Deutschland gehören – und das dauerhaft und konstant.“

♦ Um mit diesem Anspruch klarzukommen, setzte sich das Team in der Länderspielpause ohne Trainer zusammen (Hecking: „Das fand ich gut“); und zumindest die ersten 20, 30 Minuten gegen Bremen deuteten an, dass diese Zusammenkunft einen Effekt hatte: Lauffreudig und zweikampfstark sorgte der VfL dafür, dass die Werder-Mannschaft gar nicht erst auf die Idee kam, über sich hinauswachsen zu können. „Wenn wir mehr tun, können wir besser Fußball spielen“, fasste Manager Klaus Allofs diese Phase zusammen.

Rekordsieg: Der VfL Wolfsburg feierte den höchsten Sieg in der VW-Arena, gewann am Samstag vor 30.000 Fans gegen Werder Bremen mit 6:0.

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♦ Wie gut der VfL wirklich ist, war danach leider nicht mehr zu messen – dazu war der Gegner einfach zu schwach, das Toreschießen zu leicht. Aber: Es blieb „Begeisterung drin“, wie es Allofs formuliert. Und so sammelten sich in diesem Spiel viele weitere nicht ganz normale Kleinigkeiten an.

♦ Nicht nur wegen seiner beiden Tore und seiner Torvorlage: Max Kruse war im ersten Spiel nach seinem Muskelfaserriss so präsent, dass sogar Hecking ungefragt auf einen De-Bruyne-Vergleich kam: „Er hat eine andere Art als Kevin, aber wir haben wieder einen Spieler, der die Bälle zieht, der gesucht wird, weil seine Mitspieler wissen: Der Ball ist bei ihm gut aufgehoben!“

♦ Vieirinha, ansonsten die personifizierte Torungefahr, machte seinen vierten Bundesliga-Treffer – im 86. Spiel!

♦ Und das auf Vorlage von Marcel Schäfer, dem VfL-Urgestein, das im Spiel bewies, dass kaum einer in der Liga mit links so aus dem Lauf flanken kann wie er.

♦ Und sogar Josuha Guilavogui, für den Ähnliches gilt wie für Vieirinha, durfte treffen – sein zweites Tor im 39. Bundesliga-Spiel.

♦ André Schürrle hatte seinen wirkungsvollsten Auftritt, seit er beim VfL ist! Zwei Treffer bereitete er direkt vor, einen weiteren leitete er ein. Dass er bei zwei Großchancen am stark reagierenden Werder-Torwart Felix Wiedwald scheiterte, schmälert den Gesamteindruck kaum. Allofs: „Das war gut!“

apa/eh

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