Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
4:0! Ein bisschen Euphorie ist erlaubt

VfL Wolfsburg 4:0! Ein bisschen Euphorie ist erlaubt

Vielleicht wird es eine tolle Saison, vielleicht wird der VfL am Ende der Spielzeit die Erwartungen übertroffen haben. Und vielleicht können die, die am Samstag in der VW-Arena mitjubelten, dann sagen: Ich war dabei, als das alles begann. Als Wolfsburgs Fußball-Bundesligist den FC Schalke 04 mit 4:0 (0:0) besiegte und damit eine rauschhafte Euphorie auf dem Rasen und auf den Rängen entfachte, wie es sie seit der Meistersaison nicht mehr gegeben hatte.

Voriger Artikel
VfL gegen Schalke: Die Aufstellungen
Nächster Artikel
Starker Start: Luiz Gustavo ist gleich der Chef

Erstes Heimspiel, erster Sieg: VfL-Neuzugang Luiz Gustavo (l.) und Ja-Cheol Koo (r.) fertigten Schalke mit 4:0 ab.

Das erste Tor schoss der überragende Robin Knoche – ein Eigengewächs aus der VfL-Jugend. Das letzte Tor schoss Stefan Kutschke – der unbekannte Stürmer, der aus der 4. Liga kam.

Beides Spieler, mit denen man sich ganz besonders authentisch mitfreuen kann – für die Stimmung spielt das durchaus eine Rolle. Die Treffer von Vieirinha und Naldo wurden von den meisten der 28.500 Zuschauer natürlich ebenso bejubelt; außerdem war da ja noch das Debüt von Luiz Gustavo, bei dem man einfach nicht glauben mochte, dass er wirklich erst einen Tag vorher seine Mitspieler kennengelernt hatte. Oh, wie ist das schön.

Der VfL entwickelte gegen Schalke schnell sein Spiel mit frühem Angreifen, mit raschem Umkehrspiel bei Ballbesitz, mit guten Aktionen über Außen. Nur phasenweise hatte Schalke die richtigen Gegenmittel – hätte aber zweimal beim Stande von 0:0 die Führung erzielen können, weil der VfL immer noch anfällig wirkt, wenn er im Aufbau den Ball verliert.

Der Heimfluch ist beendet: Der VfL Wolfsburg setzte mit dem 4:0-Sieg gegen Schalke ein klares Zeichen.

Zur Bildergalerie

Wenn aber wie am Samstag der Gegner durch die technisch extrem beschlagene VfL-Offensive mürbe gespielt wird, dann kann dieser VfL zaubern – vor allem,  wenn wie bei Schalke eine mannschaftlich geschlossene Spielidee nicht erkennbar ist.

Nach den ersten drei Toren konnte man noch kritisch anmerken: Zwei Ecken, ein Querschläger, nichts Herausgespieltes. Das vierte Tor und die Chancen davor aber erinnerten an Dortmunder Umkehrspiel in den besten Momenten. Ein bisschen Euphorie ist also erlaubt. Es wird vielleicht eine tolle Saison. Der Anfang wäre gemacht.

apa

  • Dieser Text wurde aktualisiert
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
VfL Wolfsburg
Das Grinsen ging gar nicht wieder weg: VfL-Torschütze Stefan Kutschke zwischen Diego (l.) und Luiz Gustavo (r.).

Für Stefan Kutschke ging am Samstag gegen Schalke 04 ein Fußball-Traum in Erfüllung – erstes Bundesliga-Spiel, erstes Bundesliga-Tor nach seiner Einwechslung in der 86. Minute. Ansprüche stellt der Angreifer, der aus der 4. Liga von RB Leipzig gekommen war, trotzdem keine.

mehr