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30 Katastrophen-Minuten beenden Siegesserie

VfL Wolfsburg 30 Katastrophen-Minuten beenden Siegesserie

Es war ja irgendwie klar, dass diese VfL-Siegesserie nicht ewig weitergehen wird. Trotzdem war‘s bitter, wie sie am Samstag ihr Ende fand: Mit 2:3 (1:3) verlor Wolfsburgs Fußball-Bundesligist sein Spiel bei Schalke 04, leistete sich dabei 30 katastrophale Anfangs-Minuten, in denen Eric Maxim Choupo-Moting (2) und Christian Fuchs trafen.

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An solchen Tagen geht alles schief: Durch die Beine von Diego Benaglio hüpft der Ball nach einem Fuchs-Freistoß ins Tor.

Für den VfL waren danach vor 61.000 Zuschauern Ivica Olic und Nicklas Bendtner erfolgreich.

Schalke agierte mit drei Innenverteidigern, die Außenverteidiger schoben sich bei Ballbesitz hoch und sorgten für Mittelfeld-Überzahl. Als sich der anfangs etwas schläfrig wirkende VfL darauf eingestellt hatte, waren bereits drei Tore gefallen: Einmal nutzte Choupo-Moting einen Stellungsfehler des indisponierten Christian Träsch, einmal profitierte er von einer tollen Vorarbeit von Kevin-Prince Boateng - und schließlich tunnelte Fuchs auch noch aus 40 Metern Diego Benaglio per Freistoß.

Danach hörte Schalke auf, Fußball zu spielen, mauerte mit einer Fünferkette hinten, einer Viererkette davor und einem Stümer Klaas-Jan Huntelaar, dem zusehends langweilig wurde. Bezeichnend: Bei einem VfL-Freistoß bildeten alle zehn (!) Schalker Feldspieler eine Art verlängerte Abwehrmauer.

Die Wolfsburger bekamen durch den Olic-Treffer vor der Pause zwar noch mal einmal Hoffnung, rannten an, zeigten eine gute Moral, versuchten viel. Aber weil außer Ivan Perisic keine Offensivkraft die Top-Form der letzten Wochen erreichte, weil Bendtners Tor ein wenig zu spät fiel und weil Naldo in der Nachspielzeit nur die Lattenoberkante traf, blieb es bei der Niederlage.

„Wir müssen die Fehler bei uns suchen“, meinte VfL-Trainer Dieter Hecking nach dem Spiel, „aber hinten raus wäre ein 3:3 nicht ganz unverdient gewesen“. Kann man so sehen. Aber wer die erste halbe Stunde so verpennt, muss es am Ende hinnehmen, dass der Gegner auch seinen ermauerten Sieg für verdient hält.

apa

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