Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
2:0 in Moskau: Der VfL auf Achtelfinalkurs

VfL Wolfsburg in der Champions League 2:0 in Moskau: Der VfL auf Achtelfinalkurs

Dank eines Doppelpacks von Weltmeister André Schürrle hat der VfL Wolfsburg das Spiel bei ZSKA Moskau mit 2:0 gewonnen und sich damit eine gute Ausgangsposition für das Weiterkommen in die K.o.-Runde am letzten Gruppenspieltag geschaffen.

Voriger Artikel
Rummenigge gegen St.Pauli-Vorschlag: Topclubs mehr fördern
Nächster Artikel
Champions League: Schürrle trifft und schweigt
Quelle: Oliver Behrendt / PIXATHLON/SID-IMAGES

Schürrle traf in der 67. und 88. Minute und feierte seinen ersten Doppelschlag in der Königsklasse.

Für Moskau (4 Punkte) indes ist der Traum vom Überwintern in der Königsklasse geplatzt. Am Abend trafen noch Manchester United (7) und der PSV Eindhoven (6) aufeinander.

Schürrle hatte bei seinem Führungstreffer sieben Minuten nach seiner Einwechslung großes Glück. Der 25-Jährige hielt fast von der rechten Torauslinie einfach drauf, Moskaus Keeper Igor Akinfejew, dem die UEFA den Treffer gut schrieb, lenkte den Ball ins eigene Tor. Zuvor war Moskau in der zweiten Halbzeit die bessere Mannschaft gewesen und hatte einige Hochkaräter vergeben. Auch nachdem Rückstand drängte Moskau auf den Ausgleich, ehe kurz vor Schluss der in der Bundesliga für Wolfsburg noch erfolglose Schürrle dann aber den Sieg für den VfL perfekt machte.

Vor 16.450 Zuschauern in der Arena Chimki im Norden Moskaus übernahm der VfL Wolfsburg früh die Initiative und hatte in der ersten Halbzeit auch deutlich mehr Ballbesitz. Allerdings wurden die Angriffsbemühungen des Pokalsiegers, der kurzfristig auf Julian Draxler (Adduktorenverletzung) verzichten musste, nicht belohnt. Stürmer Bas Dost (6./7.) schloss zweimal zu überhastet ab. Max Kruse konnte sich zu selten im Eins-gegen-Eins durchsetzen.

Die Gastgeber hatten zunächst große Probleme mit dem frühen Pressing der Gäste und kamen zu keinem geregelten Aufbauspiel. Stattdessen ließ sich der russische Tabellenführer fallen und lauerte im eigenen Stadion auf Konter. Mittelfeldspieler Ahmed Musa sah nach einer Attacke gegen Josuha Guilavogui die Gelbe Karte (18.). Kurz darauf wurde auch Moskaus Mario Fernandez verwarnt. Die größte Chance besaß Musa bei einem Schuss ans Außennetz (35.).

Nach der Pause waren es zunächst die Gastgeber, die den Druck erhöhten. VfL-Keeper Diego Benaglio musste mehrmals bei Standardsituationen eingreifen. Wolfsburg wirkte zunächst konsterniert und fand zunächst kein Mittel, wieder ins Spiel zu finden. Ein Weitschuss von Maximilian Arnold (57.) war die lange Zeit einzige Chance der Grün-Weißen. Kurz danach hielten die mitgereisten Wolfsburger Fans den Atem an, als der Ex-Kölner Zoran Tosic den Pfosten traf.

In der 61. Minute reagierte Wolfsburgs Trainer Dieter Hecking auf die harmlose Vorstellung seiner Elf und brachte Schürrle für Daniel Caligiuri. Der Weltmeister übernahm die Position auf dem linken Flügel und wurde zum Matchwinner.

Ebenso wie Draxler, der sich die Verletzung im Abschlusstraining zugezogen hatte, fehlten dem VfL auch Luiz Gustavo (Rückenverletzung) und Ricardo Rodriguez (Trauerfall in der Familie). Der Franzose Josuha Guilavogui übernahm die Rolle von Luiz Gustavo, konnte aber lange nicht die nötige Ordnung ins Spiel des Vizemeisters bringen.

Schon einmal trafen beide Teams in der Champions League aufeinander. Auf den Tag genau vor sechs Jahren verlor Wolfsburg in der russischen Metropole mit 1:2. Im Anschluss flog der VfL durch eine Niederlage gegen Manchester United aus dem Wettbewerb. Von der damaligen Meistermannschaft waren nun in Moskau nur noch Keeper Benaglio und Linksverteidger Marcel Schäfer dabei. Bei Wolfsburg überzeugten Benaglio und Schürrle, bei Moskau gefielen Alan Dzagojew und Musa.

© 2015 SID

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuell