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1000-Tore-Tipper treffen Gomez: „Von diesen Typen brauchen wir mehr“

VfL Wolfsburg 1000-Tore-Tipper treffen Gomez: „Von diesen Typen brauchen wir mehr“

Den Kummer der VfL-Fans kann Mario Gomez auf dem Platz zurzeit nicht lindern. Und dennoch konnte er zumindest zwei Anhängern ein unvergessliches Erlebnis schenken. Die Gewinner des AZ/WAZ-Gewinnspiels zum 1000. Bundesliga-Tor, Nicola Kessner aus Kästorf-Warmenau und André Vahldieck aus Vorsfelde, durften den Nationalspieler hautnah erleben - und waren begeistert von dessen Auftreten.

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Signierte Trikots für die 1000-Tore-Tipper: VfL-Stürmer Mario Gomez mit Nicola Kessner und André Vahldieck.

Quelle: Roland Hermstein

Wolfsburg. Kessner und Vahldieck tippten zu Beginn der Bundesliga-Saison auf Gomez als Jubiläums-Torschützen. Beim 1:3 in Darmstadt war der 31-Jährige schließlich zur Stelle - und machte die beiden treuen Fans, die seit Jahrzehnten eine Dauerkarte besitzen, zu Gewinnern. Neben einem handsignierten Trikot gewannen Kessner und Vahldieck auch ein Meet-and-Greet mit dem 31-Jährigen - ein starkes Trostpflaster dafür, dass die weite Auswärtsfahrt nach Darmstadt für die beiden damals ernüchternd endete.

Gomez nahm sich Zeit für die Anhänger, erklärte, dass er sich in Wolfsburg „total gut eingelebt habe“ und wohlfühle. Auch, dass die Stadt im Vergleich zu seinen früheren Stationen wie München, Stuttgart oder Istanbul relativ klein ist, sei für den sympathischen Stürmer kein Problem. „Es ist Typ-abhängig, in welchen Städten man sich wohlfühlt. Wenn man seine Liebsten um sich herum hat, kann man sich überall wohlfühlen. Vor allem in Deutschland.“ Und schlechte Leistungen von der Stadt abhängig zu machen, sei sowieso „eine zu einfache Ausrede“.

Ohnehin imponierte der Neuzugang den Fans mit vielen uneigennützigen Aussagen. „Ich will den maximalen Erfolg für die Mannschaft. Und dabei geht es mir nicht um meine Person. Wenn jemand anderes meine Rolle besser ausfüllen kann, dann soll der spielen. Hauptsache, wir gewinnen die Spiele.“ Dabei sei es völlig egal, wie viele Treffer er persönlich in der Saison erzielt. Gomez: „Auf Europa-Plätze brauchen wir erst einmal gar nicht zu schauen. Wir müssen jetzt zusehen, möglichst schnell Punkte zu holen.“

Doch der Nationalstürmer konnte die besorgten Anhänger auch beruhigen: „Ich sehe die Mannschaft jeden Tag im Training, sehe die Qualität. Doch Fußball ist zu 50 Prozent immer auch Kopfsache.“ Gomez macht niemandem einen Vorwurf, im Moment sei aber in der Mannschaft Unsicherheit zu spüren. „Da ist es immer leichter, den freien Mann neben dir anzuspielen, als den Risiko-Pass zu wagen.“

Die ehrlichen Worte kamen bei Kessner und Vahldieck sehr gut an. „Er spricht die Probleme offen an und ist ein positiv denkender Typ“, war Vahldiecks Eindruck. „Von diesen Typen brauchen wir mehr.“ Und auch Kessner zeigte sich schwer angetan: „Er ist ein toller Mannschaftsspieler.“

Bei der Verabschiedung baten die Gewinner Gomez noch, auch über die Saison hinaus zu bleiben. Und seine Reaktion war zumindest keine Abneigung - womit er die letzten der vielen Freudenstrahlen an diesem unvergesslichen Tag ins Gesicht der Gewinner zauberte...

mäk

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