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Zeitarbeiter: Übernahme als größtes Ziel

Volkswagen Zeitarbeiter: Übernahme als größtes Ziel

Der VW-Betriebsrat setzt sich ganz aktuell für die Übernahme mehrerer hundert Leiharbeiter bei Volkswagen ein. Die WAZ sprach gestern mit drei Zeitarbeitern aus Wolfsburg, deren Verträge gerade um ein weiteres Jahr verlängert wurden. Auch ihr größtes Ziel ist es, dass sie am Ende einen Festvertrag erhalten.

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Ihre Verträge wurden gerade um ein Jahr verlängert: VW-Betriebsrat Mario Kurznack-Bodner (l.) mit den Zeitarbeitern Valerius Deigraf und Manuela Hage aus der Fahrzeugvorbereitung.

Michaela Hage (42) arbeitet in der Fahrzeugvorbereitung. Ihren früheren Job im Hotel- und Gaststättengewerbe hatte sie wegen der familienunfreundlichen Arbeitszeiten aufgegeben. „Der Einstieg bei Volkswagen war für mich eine super Chance. Natürlich gab es von Anfang an den Gedanken, am Ende übernommen zu werden“, sagt Hage. Seit wenigen Wochen hat sie ihre zweite Vertragsverlängerung in der Tasche. „Der Golf VII ist ja gut angekommen. Wir hoffen, dass es so gut weitergeht“, beschreibt sie die Stimmung unter den Leiharbeitern.

Valerius Deigraf (36) fühlt sich als Zeitarbeiter bei VW als ein vollwertiges Mitglied seines Teams in der Fahrzeugvorbereitung, „da gibt es keinen Unterschied“, sagt der zweifache Vater. Trotzdem spürt der gelernte Metallbauer die Belastung, mit der alle Zeitarbeiter zu kämpfen haben. „Man hat keine langfristige Planungssicherheit.“

VW-Betriebsrat Mario Kurznack-Bodner kennt diese Sorgen. „Die Zukunftsangst unter den Zeitarbeitern ist schon allgegenwärtig“, sagt er. Bei VW sei es glücklicherweise Konsens, dass die Leiharbeit nicht nur der Flexibilität des Unternehmens dient, sondern den Betroffenen auch einen Weg in die Stammbelegschaft bietet. 3000 Zeitarbeiter haben diesen Sprung innerhalb von zwei Jahren geschafft.

Das ist auch das große Ziel von Zlata Vasilica (39) aus der Tankfertigung. Die alleinerziehende Mutter lebt seit dreieinhalb Jahren in Deutschland und war vor ihrem Einstieg bei VW arbeitslos. „Jetzt kann ich meiner Tochter und mir mehr leisten“, sagt Vasilica. Die Moldawierin freut sich nicht nur über die Verlängerung ihres Vertrags: „Durch die Gespräche mit meinen Kollegen im VW-Werk habe ich auch Deutsch gelernt.“

htz

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