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Wirbel um McKinsey: VW beruhigt, Hück legt nach!

Wolfsburg Wirbel um McKinsey: VW beruhigt, Hück legt nach!

Nach dem Wutausbruch von VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh über den unangekündigten Einsatz der Beratungsfirma McKinsey bei Volkswagen versuchte das Unternehmen gestern die Wogen zu glätten. Unterdessen stellte sich Porsche-Betriebsratsboss Uwe Hück hinter Osterloh.

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Kritik an Effizienzberatern: Porsche-Betriebsratschef steht hinter Osterloh

Die unter anderem auf Effizienzprogramme spezialisierte Beratungsfirma McKinsey sei ohne Wissen des Betriebsrats in den Konzern geholt worden, hatte Osterloh der WAZ gesagt. Er forderte den raschen Abzug der Beratungsfirma, der er ein „Steinzeitdenken“ vorwirft.

Ein VW-Sprecher sagte: „Es handelt sich hier um eine reine Prozessbegleitung und nicht um eine inhaltliche. Wir werden selbstverständlich mit dem Betriebsrat klären, ob und welche Berater beteiligt werden sollen in dem Prozess.“

Osterloh fürchtet, es gehe mit McKinsey um ein „sinnfreies Köpfezählen in der Produktion“. Stattdessen gehörten die Komplexität der enormen VW-Produktpalette mit ihren 310 Modellen auf die Agenda oder auch Verbesserungen beim Entwicklungsaufwand.

Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück sagte der dpa, er stehe voll hinter Osterlohs Kurs. „Aus eigener Erfahrung weiß ich, wenn man sich die McKinseys ins Haus holt, ist der Misserfolg schon vorprogrammiert.“ Die Berater seien das falsche Signal. „Ich bin bekanntermaßen ein großer Fan von Produktivität, denn wir brauchen Gewinne, um das Soziale zu verteidigen. Deshalb kann ich meinen Freund Bernd nur unterstützen, wenn er hier einen Strategiewechsel fordert“, unterstrich Hück.

htz

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