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Wirbel: Winterkorn soll auf Gehalt verzichten

Volkswagen Wirbel: Winterkorn soll auf Gehalt verzichten

Das Weiterlaufen des hoch dotierten Vertrags von Ex-VW-Chef Martin Winterkorn (WAZ berichtete) sorgt für Diskussionen. Gewerkschaftskreise im VW-Umfeld forderten Winterkorn gestern zum freiwilligen Verzicht auf.

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Martin Winterkorn: Der Vertrag des früheren Vorstandschefs mit Volkswagen läuft noch bis Ende 2016 weiter.

Der Vertrag mit Winterkorn sei bis Ende 2016 vereinbart und bislang nicht aufgelöst worden. In Konzernkreisen wurde gestern ein entsprechender Bericht von „Handelsblatt“ und dem ZDF-Magazin „Frontal 21“ bestätigt. Man habe sich mit Winterkorn darauf geeinigt, den Vertrag erst zum Abschluss des kommenden Jahres auslaufen zu lassen und entsprechend der Vereinbarung auszubezahlen, hieß es.

Ein VW-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern. Der VW-Betriebsrat teilte auf Anfrage mit, dass man sich zu Vertragsangelegenheiten nicht äußern könne. Aus Gewerkschaftskreisen im VW-Umfeld hieß es aber, dass eine Auflösung von Winterkorns Vertrag deutlich teurer geworden wäre. Denn die fällige Bonuszahlung an den Ex-Chef dürfte in diesem Jahr wegen der immensen Kosten für den Abgas-Skandal deutlich geringer ausfallen. Weiter hieß es in den Gewerkschaftskreisen mit Blick auf Winterkorn: „Moralisch stellt sich aus unserer Sicht die Frage, ob ein freiwilliger Verzicht nicht angebracht wäre.“

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DWS) sieht in der Fortsetzung des Vertrages mit Winterkorn keinen Skandal. „Ein Vorstand hat in der Regel zwei Verträge mit einem Unternehmen: einen Vorstandsvertrag und einen Arbeitsvertrag“, erklärte DSW-Präsident Ulrich Hocker. Dass der Arbeitsvertrag noch weiterlaufe, sei nicht unüblich.

WAZ-Info: Vorstandsgehalt

Der zurückgetretene VW-Chef Martin Winterkorn (68) war mit zuletzt über 15 Millionen Euro Jahresgehalt der bestbezahlte Manager eines Dax-Unternehmens. Deutlich mehr als zehn Millionen Euro davon waren Bonuszahlungen. Sein Vertrag läuft noch bis Ende 2016 weiter. Unklar ist, ob Winterkorn noch eine zusätzliche Abfindung bekommt. Laut Geschäftsbericht wäre eine solche Zahlung aber auf maximal zwei Jahresvergütungen begrenzt.

Neben einer Abfindung steht VW-Vorständen auch noch ein sogenanntes Ruhegehalt zu, sozusagen die Manager-Rente. Hier hat der zurückgetretene Winterkorn theoretisch Anspruch auf 70 Prozent seines Grundgehalts. Winterkorns Festvergütung lag im vergangenen Jahr bei rund 1,6 Millionen Euro, hinzu kamen hohe Bonuszahlungen. Insgesamt hatte VW für seine Altersbezüge zuletzt gut 28,5 Millionen Euro reserviert.

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