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Winterkorn: Wir bauen kein Stammpersonal ab

Volkswagen Winterkorn: Wir bauen kein Stammpersonal ab

VW-Chef Martin Winterkorn hat dem Nachrichten-Magazin „Spiegel“ ein mehrseitiges Interview gegeben. Dabei bezog er Stellung zu zahlreichen wichtigen Punkten.

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Interview im Spiegel: Martin Winterkorn äußerte sich sehr offen zum VW-Geschäft.

Arbeitsplätze: „Wir werden kein Stammpersonal abbauen. Wir wachsen ja zum Glück und können deshalb, wenn die Produktivität steigt, mit derselben Mannschaft mehr Autos bauen. Vielleicht werden wir weniger Leiharbeiter einsetzen.“

Das angekündigte Sparprogramm bei VW: „Natürlich wird es Diskussionen geben. Aber wir erarbeiten kein Sparprogramm, sondern ein Effizienzprogramm. (...) Es geht nur miteinander. Ich muss unsere 580.000 Mitarbeiter weltweit schon hinter mich bringen.“

Reaktion der Mitarbeiter: „Als ich auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg vor mehr als 18.000 Menschen das Effizienzprogramm angekündigt habe, war es zunächst mucksmäuschenstill. Am Ende gab es sogar Beifall. Die Menschen sehen doch, dass einiges aus dem Ruder gelaufen ist.“

Ideen für mehr Effizienz: „Mit dem rasanten Wachstum des Konzerns ist auch die Komplexität gewachsen. (...) Das alles erhöht die Einkaufskosten, macht die Montage aufwendiger und die Lagerhaltung. Deshalb werden wir künftig keine Sonderausstattung mehr anbieten, die in weniger als fünf Prozent der Autos eingebaut wird. (...) Es wird nicht jedes Modell einen Nachfolger bekommen.“

Eigenfertigung und Zulieferer: „Wir werden es nicht machen wie manche Wettbewerber, die fast alle Teile zukaufen und dann zusammenstöpseln. Aber wir müssen überlegen, ob wir manche Teile sinnvollerweise von Lieferanten beziehen.“

Seine Tätigkeit als VW-Chef (der Vertrag läuft bis Ende 2016): „Sicher ist sehr viel auf meine Person zugeschnitten, aber gewisse Dinge können Sie nicht delegieren. (...) Momentan sieht es so aus, dass ich meinen Vertrag erfülle. Wie es danach weitergeht, wird sich zeigen. Ich wäre dann 69, eigentlich alt genug, um aufzuhören.“

Effizienz der deutschen Standorte: „Wir haben in der Produktivität gegenüber Kernwettbewerbern noch Nachholbedarf. (...) Unsere Managementaufgabe ist es, die Standorte und Arbeitsplätze in Deutschland zu erhalten. Und zwar so, dass wir auch hier gutes Geld verdienen.“

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