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Winterkorn: „Einige Modelle stehen auf dem Prüfstand!“

Volkswagen Winterkorn: „Einige Modelle stehen auf dem Prüfstand!“

VW-Chef Martin Winterkorn hat dem Nachrichten-Magazin „Spiegel“ ein mehrseitiges Interview gegeben. Dabei bezog er Stellung zu zahlreichen wichtigen Punkten.

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Die wirtschaftliche Lage bei Volkswagen: „Es gibt wirtschaftliche Probleme in wichtigen Märkten wie Brasilien, Russland und Indien, von denen alle Hersteller getroffen werden. (...) Und was das operative Ergebnis der Marke Volkswagen angeht, wird oft vergessen, dass unser starkes Chinageschäft darin nicht enthalten ist. Das sind etwa drei Milliarden Euro, die wir aus bilanztechnischen Gründen im Finanzergebnis verbuchen. Wenn Sie das hinzurechnen, würde die Rendite ganz anders aussehen.“

Die Probleme in den USA: „Die Amerikaner wollen nach zwei, drei Jahren ein Auto, das anders aussieht. Das haben wir nicht gemacht. Das war der Fehler (...) Genau deshalb haben wir ja unsere Leute vor Ort. Sie müssen sehen, was los ist. Sie hätten kommen müssen und sagen, Herr Winterkorn, wir müssen den Passat aufwerten. Sie hätten auf meinen Schreibtisch springen müssen.“

Einen nicht korrigierten Fehler: „Beim Vorgänger des Passat war die Verkleidung im Innenraum stellenweise nicht besonders elegant. Es wäre sehr teuer gewesen, das in der laufenden Serie zu ändern. Also habe ich es gelassen. Aber jedes Mal, wenn ich Frau Furtwängler sehe, wie sie als Kommissarin im ,Tatort‘ in einem Passat vorfährt, denke ich: um Himmels willen.“

Die Modellvielfalt bei Volkswagen: „Es wird nicht jedes Modell einen Nachfolger bekommen. Als der VfL Wolfsburg Deutscher Meister wurde, sind die Spieler im Autokorso durch die Stadt gefahren, alle in einem Cabrio einer unserer Marken. Das waren zwölf verschiedene Cabrios. Doch der Markt für offene Fahrzeuge schrumpft. Einige Modelle wie unser Volkswagen Cabrio Eos stehen ernsthaft auf dem Prüfstand.“Das Effizienzprogramm:

„Alle Vorstände der Marke Volkswagen haben sich auf den Euro genau verpflichtet, welchen Betrag sie bringen werden. Ein Kollege fragte scherzhaft: ,Müssen wir das mit Blut unterschreiben?‘ Ich habe gesagt: Tinte reicht, aber liefern müsst ihr. Klar ist aber auch, dass unser Effizienzprogramm für den ganzen Konzern gilt, nicht nur für die Marke Volkswagen.“

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