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Wie lange hält der Burgfrieden?

Volkswagen Wie lange hält der Burgfrieden?

Bei der Machtprobe an der Volkswagen-Spitze hat Vorstandschef Martin Winterkorn nach einer tagelangen Hängepartie einen Sieg errungen. Allerdings: Es könnte ein Burgfrieden auf Zeit sein, befürchten Experten.

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Volkswagen: Immer noch sind viele Fragen offen

Quelle: Manfred Hensel

Denn wichtige strategische und personelle Fragen bleiben nach dem Krisentreffen des innersten VW-Machtzirkels in Salzburg offen. Wie lange bleibt Winterkorn noch Vorstandschef? Und vor allem: Ist sein späterer Wechsel an die Spitze des VW-Aufsichtsrates nach wie vor eine Option? Was passiert mit Piëch? Und: Wie viel Schaden hat der Machtkampf auf lange Sicht angerichtet?

Auch die wichtigsten Probleme sind nach wie vor ungelöst: vor allem die Renditeschwäche der Kernmarke VW und das schwache US-Geschäft. Mit dem klaren Bekenntnis des Aufsichtsrats-Präsidiums zu Winterkorn als Vorstandschef dürfte VW zwar nun erst einmal wieder zur Ruhe kommen. Doch wie ist das Ganze zu interpretieren? Hat Piëch eine krachende Niederlage erlitten?

Die andere Variante: Hat Winterkorn seinen Kopf nur noch einmal aus der Schlinge gezogen und das dicke Ende naht erst noch? Oder liegt die Wahrheit in der Mitte? Dann könnte Piëchs Satz aus dem „Spiegel“ („Ich bin auf Distanz zu Winterkorn“) ein schrillender Weckruf gewesen sein, um sein Lebenswerk Volkswagen für die Zukunft in der Spur zu halten.

Aus Sicht des Branchenexperte Stefan Bratzel hängt nun vieles davon ab, wie sich Piëch künftig zu Winterkorn positioniert: „Interessant wird sein, ob Piëch sich positiv zu Winterkorn äußert.“ Wie lange hält nun also der Burgfrieden? Eine mit den Vorgängen im Präsidium vertraute Person sagte: „Man darf das nicht überbewerten, das kann jederzeit wieder aufbrechen.“

Ein anderer Insider gab zu bedenken, dass das Zeichen pro Winterkorn mit der in Aussicht gestellten Vertragsverlängerung „deutlicher nicht hätte sein können“. Die Wahrheit liegt womöglich irgendwo dazwischen.

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