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Werkverträge bei VW:Auch Techniker klagen

Volkswagen - Gericht Werkverträge bei VW:Auch Techniker klagen

Der Streit um angeblichen Missbrauch von Werkverträgen bei Volkswagen weitet sich aus. Nach den Verfahren um mehrere Testfahrer beschäftigen das Braunschweiger Arbeitsgericht seit gestern auch die Klagen von neun Getriebemechanikern, die für eine Partnerfirma im VW-Werk arbeiten. Der Versuch einer Einigung vor Gericht scheiterte auch in diesem Fall.

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Arbeitsgericht Braunschweig: Kläger-Anwalt Rolf Geffken (l.) im Gespräch mit seinen Mandanten.

Quelle: Photowerk (htz)

Die Kläger sind Angestellte der Firma Hofer Getriebetechnik, die als Dienstleister in der FE von Volkswagen in der Entwicklung von Probegetrieben eingesetzt ist. Die Mechaniker wollen nun vor Gericht feststellen lassen, dass ihr Arbeitgeber „Scheinwerkverträge“ abgeschlossen hat. Auf diesem Wege wollen sie für sich eine Festanstellung bei Volkswagen einklagen und am Ende auch von den deutlich höheren Löhnen im Konzern profitieren.

Die VW-Anwälte wiesen den Vorwurf einer Beschäftigung über Scheinwerkverträge zurück. „Wir behandeln unsere Leute und auch Dienstleister nicht so, wie Sie uns in eine Ecke stellen wollen“, sagte einer der Juristen in Richtung des Kläger-Anwalts. Die Firma Hofer arbeite rechtmäßig auf Basis eines Werkvertrages und besitze zudem eine Erlaubnis zur Entsendung von Leiharbeitern.

Dieses Argument wollte der Anwalt der Kläger, Rolf Geffken, nicht gelten lassen: „Werkvertrag oder Leiharbeit, irgendwann muss der Arbeitgeber auch mal sagen: Was ist es jetzt eigentlich?“, forderte Geffken. Nach seinen Angaben sind die Mechaniker in die Arbeitsprozesse bei VW eingegliedert und erhielten außerdem Anweisungen von VW-Führungskräften. Dies verstoße gegen die Bestimmungen eines Werkvertrages, weshalb eine unerlaubte Leiharbeit vorliege, argumentiert Geffken.

Das Arbeitsgericht wird sich am 11. März 2014 erneut mit dem Fall beschäftigen.

htz

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