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Weltpremiere auf IAA: VW zeigt neuen Tiguan

Volkswagen Weltpremiere auf IAA: VW zeigt neuen Tiguan

Weltpremiere für ein Wolfsburger Erfolgsmodell: Die zweite Generation des Geländewagens Tiguan stellte Volkswagen gestern in der Frankfurter Fraport-Arena vor. 2200 geladene Gäste verfolgten dort den VW-Konzernabend kurz vor dem Start der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA).

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VW-Konzernabend in Frankfurt: Entwicklungschef Heinz-Jakob Neußer (kl. Bild) stellte unter anderem die Studie Tiguan GTE vor.

Insgesamt neun Marken aus dem Konzern zeigten ihre Highlights für den Auftritt auf der Messe am Main. Kein Modell erregte bei seiner Premiere derart Aufsehen wie der in Wolfsburg gebaute Tiguan.

Deutschlands meistverkaufter Geländewagen kommt im April 2016 in neuer Generation auf den Markt. Als erstes SUV des VW-Konzerns wechselt der Bestseller in den sogenannten Modularen Querbaukasten und bietet damit deutlich mehr Platz, weniger Gewicht und mehr Effizienz. Sportlicher und etwas kantiger gezeichnet, wächst der Tiguan in der Länge um sechs Zentimeter. Außerdem wird er je drei Zentimeter breiter und flacher – im Inneren gibt es so mehr Raum für Passagiere und Gepäck.

Mit einer Allradversion (VW nennt sie 4Motion), einem Tiguan R-Line aber vor allem einem GTE mit Plug-In-Technik steht nun eine komplett neu entwickelte Tiguan-Familie für die Kunden bereit.

Eine Premiere hatte gestern Abend auch der neue VW-Markenchef Herbert Diess: Nach seinem Amtsantritt Anfang Juli hatte er in Frankfurt seinen ersten großen Messeauftritt und seine erste Fahrzeugpräsentation. „Es fühlt sich gut an“, sagte Diess und bedankte sich bei der gesamten Volkswagen-Mannschaft und besonders bei Konzernchef Martin Winterkorn. „Sie haben mich mit offenen Armen empfangen und mir den Einstieg leicht gemacht.“

wms

Viele neue E-Autos

In der zunehmend digitalen Autowelt sind die klassischen Ingenieurskünste laut VW-Chef Martin Winterkorn nicht mehr genug. „Immer höher, schneller, weiter reicht nicht. Technologische Führerschaft definiert sich nicht mehr nur über PS und Drehmoment“, sagte der Chef von Europas größtem Autobauer gestern zum Start der IAA in Frankfurt.

Die Autokunden von Morgen erwarteten „neue Antworten, neue Wege und Lösungen“. Als Beispiele nannte Winterkorn das abgasfreie Fahren mit alternativen Antrieben, die über das Internet vernetzte Mobilität und das immer stärker automatisierte Fahren mit Autopilotenfunktionen.

So treibe der VW-Konzern angesichts der neuen Herausforderungen etwa das batteriebetriebene Fahren trotz der vielen Anlaufschwierigkeiten bei der Elektromobilität weiter voran. Winterkorn kündigte 20 weitere Automodelle bis zum Jahr 2020 an, die rein elektrisch fahren oder als Hybrid zumindest streckenweise per Batterieantrieb unterwegs sind. Die Flotte mit alternativen Antrieben werde dann vom Kleinwagen bis zu den Flaggschiffen reichen. Winterkorn: „Klarer kann man sich nicht zur Elektromobilität bekennen.“

Der VW-Chef bekräftigte, dass die Vernetzung der Mobilitätswelt zu den großen Zukunftsaufgaben der Branche gehöre. „Wir bringen die Präzision, die Werthaltigkeit und Qualität unserer Autos in die neue, digitale Welt“, so Winterkorn. „Bis 2020 machen wir jedes unserer neuen Autos zum rollenden Smartphone.“ Und weiter: „Wir sind dabei, Europas größten Automobilkonzern neu zu erfinden: technologisch, wirtschaftlich und was die Strukturen angeht.“

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