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Vor zehn Jahren: Letzter VW Käfer lief vom Band

Volkswagen Vor zehn Jahren: Letzter VW Käfer lief vom Band

Heute vor genau zehn Jahren, am 30. Juli 2003, lief der weltweit letzte VW Käfer in Mexiko vom Band. Damit ging im Volkswagenwerk in der Nähe der Stadt Puebla ein fast 70-jähriges Kapitel Automobilgeschichte zu Ende.

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Käfer-Geschichten: Andreas Hornig (r.), Chef vom ZeitHaus in der Autostadt, mit dem weltweit letzten VW Käfer. Firmenchefin Margot Schael-Hahn (l.) mit einer Urkunde zu 100.000 gefahrenen Käfer-Kilometern.

Quelle: Manfred Hensel (2)

Vom Käfer wurden insgesamt 21,5 Millionen Exemplare gebaut. Er war ein weltweites Symbol für deutsche Wertarbeit und verkörpert auch die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts mit all ihren Höhen und Tiefen. In den 1930er Jahren von Ferdinand Porsche entwickelt, wurde zur Produktion des „KdF-Wagen“ 1938 am Mittellandkanal eine Stadt gegründet, das spätere Wolfsburg, doch aus den Käfer-Plänen wurde zunächst nichts.

Nach dem Krieg waren zwei Drittel der Produktionsstätten zerstört. Dennoch: Unter britischer Regie verließen 1945 bereits 1785 Fahrzeuge das Werk, im Jahr darauf stellten 18.000 Beschäftigte schon den 10.000. Käfer her. So begann die Erfolgsgeschichte des Käfers erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

Sein robuster Boxermotor, die originelle Form und witzige Werbung („Er läuft und läuft und läuft“) machen ihn zum weltweiten Verkaufsschlager. 1955 sind insgesamt eine Million, 1967 zehn Millionen und 1980 dann immerhin 20 Millionen Käfer hergestellt. Bereits 1974 endete die Käferfertigung im Werk Wolfsburg. In Europa wurde die Produktion 1978 eingestellt, als das letzte Exemplar in Emden vom Band lief.

Seit 1996 war Mexiko der weltweit einzige Standort, an dem der Käfer noch gebaut wurde. Der letzte Käfer ist Teil einer Nostalgie-Edition von insgesamt 3000 Stück. Die Fertigstellung des letzten Exemplars wurde aus der Werkshalle in Puebla per Satellit weltweit übertragen. Heute steht der letzte Käfer in der Autostadt in Wolfsburg.

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