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Vor 80 Jahren: Porsche stellte ersten Käfer her

Wolfsburg - Volkswagen Vor 80 Jahren: Porsche stellte ersten Käfer her

Im Auftrag der Nazis entwarf Ferdinand Porsche den später „Käfer“ getauften Volkswagen. Vor 80 Jahren nickte der Auto-Reichsverband den Prototypen ab. Wie groß der Erfolg des knubbeligen „Kraft-durch-Freude-Wagens“ werden sollte, sah niemand voraus.

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Das Werksfoto zeigt einen Porsche Typ 60 (V1) bei Testfahrten im Winter 1935/36.

Quelle: Porsche Werksfoto

Es war ein großer Tag in der Porsche-Villa am 3. Juli 1935: Größen des Reichsverbands der Automobilindustrie (RDA) waren in den Feuerbacherweg in Stuttgart geladen, um den Prototyp des ersten „Volkswagen“ zu begutachten. Das Problem: Der heute als „Käfer“ bekannte Wagen wurde ausgerechnet bei dieser Präsentation vor 80 Jahren seinem späteren Ruf nicht gerecht. Der eingebaute „A Motor“ - ein Zweizylinder-Zweitakter mit 850 Kubikzentimetern - war nicht funktionstüchtig. Das von den Nazis „Kraft-durch-Freude-Wagen“ getaufte Auto lief nicht.

Trotzdem war das „Erste Treffen der Technischen Kommission“ kein Flop: Noch vor Kriegsbeginn wurde der unter dem Arbeitstitel V1 von Ferdinand Porsche für die Nazis entwickelte Volkswagen in Einzelstücken gefertigt - das V stand in diesem Fall nicht für Vergeltungswaffe, sondern für Versuchswagen. Bis Ende des zweiten Weltkrieges wurden etwa 630 Limousinen gebaut.

Nach Kriegsende ging der VW Käfer unter britischer Regie in Serie, wurde über die nachfolgenden Jahrzehnten zur Erfolgsgeschichte für Volkswagen - und zum Symbol für das deutsche Wirtschaftswunder. Schon 1950 wurden knapp 82.000 VW Käfer gefertigt. Generationen von Deutschen zwängten sich für die Fahrt in den Urlaub in den buckligen VW - er lief und lief und...

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