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Volkswagen suspendiert Audi-Entwicklungschef Hackenberg

VW-Abgas-Skandal Volkswagen suspendiert Audi-Entwicklungschef Hackenberg

Volkswagen zieht im Abgas-Skandal weitere personelle Konsequenzen. Nach dpa-Informationen beurlaubte der Konzern mehrere Top-Manager, darunter auch Audi-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg. Das Unternehmen äußerte sich am Montag nicht dazu, auch Audi in Ingolstadt lehnte eine Stellungnahme ab.

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Nach dpa-Informationen beurlaubte Volkswagen Audi-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg - hier neben dem ehemaligen VW-Chef Martin Winterkorn.

Quelle: dpa

Er galt als einer der wichtigsten technischen Vordenker bei Volkswagen, trieb zudem die Entwicklung bei wichtigen Töchtern voran. Nun stolpert auch Ulrich Hackenberg über die Abgas-Affäre bei VW. 

Ulrich Hackenberg galt im VW-Imperium lange als der Mann für alle Fälle. Dem promovierten Maschinenbau-Ingenieur wurden noch vor wenigen Monaten sogar Außenseiter-Chancen für die Nachfolge seines Vertrauten Martin Winterkorn eingeräumt, der inzwischen über die Abgas-Affäre gestürzt ist. 

Nun will sich der Konzern auch von Hackenberg trennen. Nach dpa-Informationen gehört der Entwicklungschef der Oberklasse-Tochter Audi zur Gruppe derjenigen Manager aus der zweiten Führungsebene, die der Skandal um geschönte Schadstoff-Messwerte den Job kostet. 

Mit seinen 65 Jahren gehörte Hackenberg zuletzt nicht mehr zu den jungen Hoffnungsträgern im größten europäischen Autokonzern. Dafür galt er als erfahrener Problemlöser - und hat Weichenstellungen in Technik und Produktion über lange Zeit entscheidend mitgeprägt. 

Ab 2007 war Hackenberg Entwicklungschef der Kernmarke VW-Pkw. Er begleitete dort die Weiter- und Neuentwicklung zahlreicher Modelle und verantwortete zudem den „modularen Querbaukasten“ (MQB) - eine zentrale Plattform für einheitliche Teile und Verfahren in der Autoherstellung, mit der Volkswagen Milliarden einsparen will. Zuvor hatte der Ingenieur schon bei Audi ein ähnliches Baukasten-System auf den Weg gebracht. Er arbeitete auch bei der Luxustochter Bentley. 

2013 schickte das damals noch funktionierende Tandem aus Winterkorn und dem inzwischen ebenfalls abgetretenen Ex-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch den langjährigen Audi-Mann wieder nach Ingolstadt. Hackenberg löste dort den glücklosen Kurzzeit-Entwicklungschef Wolfgang Dürheimer ab, der nach nur wenigen Monaten seinen Posten wieder abgeben musste. Außerdem steuerte Hackenberg von seinem Job bei Audi aus die globale technische Entwicklung der VW-Konzernmarken. 

Bei seinen Ingenieuren war der Maschinen- und Fahrzeugbauer gleichermaßen beliebt wie gefürchtet. Bodenständig und technikverliebt, bei öffentlichen Terminen eher zurückhaltend, nach innen aber auch - wenn nötig - knallhart: So wurde er oft beschrieben. Klein beigeben will er nach Angaben aus Firmenkreisen trotz der Diesel-Krise nicht: Hackenberg soll juristisch gegen seine Suspendierung vorgehen.

dpa

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